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Praktische Bodenkunde : Anleitung zur Untersuchung, Klassifikation und Kartierung des Bodens / von Anton Nowacki
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Bodenkarten. 193

Humnusbodenarten vorkommen. Dasſelbe gilt von Föhren und Birken,

die im Gemiſch mit Eſpen und Wacholdern oft den Waldbeſtand auf dem Heidehumus bilden, oft aber auch von dem Heidekraut unterdrückt und gänzlich verdrängt werden, ſo daß das Auge weit und breit keine andere Pflanze erblickt, als dieHeide.

Die Mächtigkeit des Heidehumus beträgt meiſt nur 10 bis

20 cm. In mulden⸗ oder keſſelförmigen Vertiefungen, wo er

vom Waſſer zuſammengeſchwemmt wird, erreicht die Mächtigkeit auch wohl 1 m.

Die Fruchtbarkeit dieſer Humusart für die landwirtſchaftlichen Kulturgewächſe iſt ſehr gering. Man hat durch die Brandkultur den Anbau von Buchweizen, Roggen, Hafer, Lein und Kartoffeln erzielt, bei der geringen Mächtigkeit der Humusſchicht läßt ſich das Brennen aber nicht oft wiederholen; die Verbeſſerung des Bodens muß daher durch Zufuhr von Mergel, Kalk, Holzaſche, Stallmiſt uſw.

bewirkt werden. Meiſt wird es indeſſen vorzuziehen ſein, den

Heidehumus nicht landwirtſchaftlich, ſondern forſtwirtſchaftlich zu benutzen durch Anpflanzen von Föhren, Birken und Eſpen.

2. nfertigung von Bodenkarten.

Die Unterſuchung des Bodens findet ihren Abſchluß in der Fixierung und Darſtellung der Reſultate durch Zeichnen vom Boden⸗ karten. Es wird daher am Platze ſein, auch hierüber einige Be⸗ merkungen zu machen.

Wie wir geſehen haben, kommen bei der Unterſuchung des

Bodens vornehmlich in Betracht:

1. die Geſtalt der Oberfläche, 2. die Lagerungsverhältniſſe, 3. die Bodenbeſtandteile und Bodenarten. Soll daher eine Bodenkarte die Reſultate der Unterſuchung

bildlich zur Anſchauung bringen, ſo muß ſie nach den angedeuteten drei Richtungen ihren Zweck erfüllen. Wie das geſchehen kann,

ergibt ſich aus dem Gange der Unterſuchung von ſelbſt.

1. Die Geſtalt der Oberfläche des Bodens tritt am richtigſten und deutlichſten entgegen aus den Horizontallinien, die alle Orte gleicher Höhe miteinander verbinden. Auf einer Boden⸗ karte dürfen daher die Horizontalkurven nicht fehlen.

Nowacki, Bodenkunde. 6. Auflage. 13

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