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Die Braugerste : ihre Kultur und Eigenschaften für die Malzzubereitung : gekrönte Peisschrift / von H. Heine
Entstehung
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24 I. Abſchnitt.

z. B. Salicylſäure etc., iſt dagegen zu unterlaſſen, da dieſe ſchon in ſehr geringer Menge, etwa wenn Spuren derſelben in den Apparaten zurückgeblieben ſind, auf die Keimung der Körner ſelbſt einen ungünſtigen Einfluß haben.

Für die weitere Ausführung des Keimverſuches iſt fol⸗ gendes zu beachten. Es iſt ſtets eine größere Menge von Körnern zu verwenden, mindeſtens 400 Stück, die je nach der Größe der Apparate, auf mehrere derſelben verteilt werden(2 200, 4 100). Die Körner werden nicht beſonders ausgeſucht, ſondern aus einer aus der Geſamtware genommenen Durchſchnitts⸗ probe ohne Auswahl abgezählt. Die erhaltenen Reſultate ſind nur dann einwandfrei, wenn die Ergebniſſe der einzelnen Keim⸗ apparate nahezu die gleichen ſind. Bei größeren Differenzen iſt der betreffende Verſuch auszuſchließen und ev. unter An⸗ wendung friſcher Apparate ein neuer anzuſtellen.

Unterſucht man die Apparate täglich und zählt und ent⸗ fernt die gekeimten Körner, ſo erhält man einen Überblick über die Keimungsenergie. Als ſolche wird bei Gerſte gewöhnlich die Zahl derjenigen Körner, auf 100 berechnet, angenommen, welche innerhalb 3 Tagen gekeimt haben. Die Geſamtzahl der über⸗ haupt gekeimten Körner in 5 Tagen oder mehr bezeichnet die Keimfähigkeit; dieſe Zahl wird ebenfalls prozentiſch aus⸗ gedrückt.

Bevor die abgezählten Gerſten⸗Körner in die Keimapparate gebracht werden, läßt man ſie 12 24 Stunden in nicht zu vielem Waſſer vorquellen; das Waſſer ſoll dabei höchſtens 12 cm über den Körnern ſtehen. Zu lange Dauer dieſes Vorganges, zu viel Waſſer ꝛc. wirken, wie wir ſogleich ſehen werden, un⸗ günſtig auf den Keimprozeß ein. Die Temperatur ſoll für die Keimprüfung etwa 18240C. betragen, und zwar iſt dieſelbe während des ganzen Vorganges möglichſt konſtant zu erhalten.

Da die Feſtſtellung der Keimfähigkeit durch eine direkte Keimprobe immerhin mehrere Tage in Anſpruch nimmt, ſo iſt auch verſucht worden, über die Keimfähigkeit der Gerſte und der