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Die Braugerste : ihre Kultur und Eigenschaften für die Malzzubereitung : gekrönte Peisschrift / von H. Heine
Entstehung
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Vorwort.

Das vorliegende Werk verdankt ſeine Entſtehung einem Preisausſchreiben, welches der Herausgeber derAllgemeinen Brauer⸗ und Hopfen⸗Zeitung in Nürnberg, Herr J. Carl, zur Feier des 25⸗ jährigen Beſtehens ſeines Blattes veranſtaltet hatte. Der für die Abfaſſung einer SchriftÜber die Gerſte als Braumaterial ausgeſetzte Preis von 1200 Mk. wurde infolge der Entſcheidung eines vom Präſidium des Deutſchen Brauer⸗ bundes ernannten Preisgerichtes, beſtehend aus den Herren:

L. Aubry, Direktor der Viſſenſchaftlichen Station für Brauerei in München,

Fr. Goldſchmidt, Direktor der Aktienbrauerei Friedrichs⸗ höhe in Berlin, Abgeordneter des Reichstages und des preußiſchen Landtages, und

Br. Reinicke, Direktor der Malzfabrik von Reinicke& Co. in Halle a. S.

dem Unterzeichneten zugeſprochen und ausbezahlt.

In den Lehrbüchern für Brauerei werden die landwirt⸗ ſchaftlichen Verhältniſſe der Gerſte, in denen für Landwirtſchaft die Eigenſchaften, welche die für Brauzwecke zu verwendende Gerſte beſitzen ſoll meiſt ſehr ſtiefmütterlich behandelt, ein Mangel, der um ſo fühlbarer iſt, als auf beiden Gebieten eine Reihe wertvoller Arbeiten und Unterſuchungen über die Gerſte in den letzten Jahren ausgeführt ſind. Ich habe mich bemüht, die Er⸗ gebniſſe älterer oft zu wenig berückſichtigter und neuerer Unterſuchungen in möglichſt zuſammenfaſſender Weiſe darzu⸗ ſtellen; wo ich glaubte, ein zu weites Eingehen in Einzelheiten mit Rückſicht auf den gegebenen Raum und den Zweck des Schriftchens unterlaſſen zu ſollen, habe ich wenigſtens die be⸗ treffenden Litteraturangaben beigefügt.

Durch das Entgegenkommen des Herrn Verlegers war es möglich, dem Texte eine Anzahl erläuternder Abbildungen bei zugeben.

Karlsruhe i. B., im Oktober 1889. H. Heine.