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Anleitung zum Getreidebau auf wissenschaftlicher und praktischer Grundlage / von Anton Nowacki
Entstehung
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Der Hafer. 263 und vierzeilige nicht unterſchieden ſind, wird im Preußiſchen Staat angenommen pro Hektar:

Im Durchſchnitt zu 1520 kg Maximum 3000 Minimum 421 Nach anderen Angaben ſchwankt der Ertrag an Körnern: a) bei der zweizeiligen Sommergerſte zwiſchen 10 und 59 hl pro Hektar b) vierzeiligen 5 1O 25. 3 C) Wintergerſte 530 660 3 Der Ertrag an Stroh wird angegeben: a) bei der zweizeiligen Sommergerſte zu 1500 3000 kg pro Hektar b) vierzeiligen 1000 2500 2 , Wintergerſte 2000 3000 3 Das Verhältnis von Korn: Stroh ſchwankt bei der Gerſte im allgemeinen zwiſchen 1: 1 und 1:2.

Der Hafer, Avena.

Bei dem Hafer unterſcheiden wir vornehmlich zwei Arten: Riſpen⸗ hafer und Fahnenhafer. Beide ſind nahe verwandt, wie ſchon daraus hervorgeht, daß Rimpau den allerdings ſehr ſeltenen Fall einer natür⸗ lichen Kreuzung zwiſchen weißem Riſpenhafer und ſchwarzem Fahnenhafer be⸗ obachtet hat. Auch einigen Formen, die beſonders im ſüdlichen Europa als Unkraut auf den Ackern vorkommen, namentlich dem Flughafer, Avena fatua, dem Sand⸗ hafer, Avena strigosa, dem Nackthafer, Avena nuda

, dem kurzen Hafer, Avena 6 8 f 5 d Fig. 143. Keimling des Riſpenhafers, Avena sativa. brevis 2 ſteht der Kultur⸗ w Hauptwurzel mit ihrer Wurzelhaube wh und der hafer nahe, und es iſt wohl Puezelſheide, we⸗ w eine Seitenwurzel mit Sef 8 ihrer Wurzelſcheide. f Keimſchuppe. a Haupt⸗ möglich 7. daß ve aus einer knoſpe, eingeſchloſſen von dem Scheidenblatt sb. jener wildwachſenden, zum* Einbiegung der Fruchtſchale p an dem gefalzten j 85 Rand des Schildchens sc. e Saugzellen des Teil auch angebauten Formen Sciildchens n Kleberſchicht, m ſärkemehlführende hervorgegangen iſt. Jeden⸗ Zellen des Endoſperms. Vergrößerung 20 fach.

falls hat die Natur die kultivierten Formen ebenſowohlwie jene wildwachſenden erzeugt, und die bewußte Kunſt des Menſchen hat hierzu nur inſofern ihr