32 Zweiter Abſchnitt. Die Entwicklung der Getreidepflanze.
zwar an dem unteren ſpitzen Ende befindet. Bei x, wo die Spitze des Keimlings anliegt, zeigt die Schale eine ſcharfe Einbiegung.
In Fig. 17 iſt der Keimling(Embryo) des Weizens gleichfalls im Längsſchnitt, jedoch bei ſtärkerer Vergrößerung vollſtändiger dar⸗ geſtellt. Man ſieht am unteren Ende die Wurzel w mit der Wurzel⸗ haube wh, beide eingeſchloſſen von der großen Wurzelſcheide ws. Am oberen Ende ſitzt die aus mehreren Blättern beſtehende Knoſpe a, die ſich nach der Keimung zum Graskeim und weiterhin zum Halm ent—
N
Fig. 17. Längsſchnitt durch den Keimling des Weizens(Triticum vulgare). kk der Stamm des Keimlings mit dem Keimknoten.— w die Hauptwurzel mit der Wurzelhaube wh und der Fig. 16. Längsſchnitt durch ein Weizen⸗ Wurzelſcheide ws.— a die Hauptknoſpe; b eine korn(Triticum vulgare). k der Keim⸗ Seitenknoſpe; sb das die Knoſpen umhüllende ling oder Embryo. m der Mehlkörper. Scheidenblatt.— f die Keimſchuppe.— se das n die Kleber⸗ oder Fermentſchicht. p die Schildchen mit den Saugzellen e; bei x iſt der Schale, die bei x eine ſcharfe Einbiegung Rand des— childchens gefalzt.— m Mehlkörper, zeigt. h der Haarſchopf am oberen Ende n Kleberſchicht; p äußere, i innere Lage der der Frucht. Vergrößerung 10 fach. Schale. Vergrößerung 20 fach.
wickelt. Sämtliche Blätter des Graskeims ſind von dem Scheiden⸗ blatt sb eingeſchloſſen, in deſſen Achſel eine zweite ganz kleine Knoſpe b zu bemerken iſt— ein Anfang der Beſtockung. In mittlerer Höhe des Keimlings, zwiſchen Wurzel und Graskeim, befindet ſich der Stamm mit dem Keimknoten kk. In dem Knoten kreuzen ſich die (mit ſchwachen Linien angedeuteten) Stränge der Gefäßbündel. Rechts außen an dem Stamm ſitzt ein ſchuppenförmiges Blatt, die Keim⸗ ſchuppe f. Links ſteht der Stamm in Verbindung mit dem großen Schildchen sc, in deſſen Höhlung der Keimling liegt. Die gewölbte Fläche des Schildchens berührt auf ihrer ganzen Ausdehnung den


