1. Die Getreidearten gehören in die Familie der Gräſer oder Gramineen. 13
sch, die am Grunde des Fruchtknotens ſitzen. die Staubfäden mit den Staub⸗ der Blüte, und da männliche und
die Narben ſind die weiblichen, beuteln ſind die männlichen Teile
weibliche Teile in ein und derſelben Blüte vereinigt ſind,
Der Fruchtknoten und
ſo iſt die
Blüte des Weizens, wie der meiſten Gräſer, eine Zwitterblüte. Zur Orientierung unterſuchen wir auch noch die folgenden Blütchen
b., b., b.(Fig. 12) und finden überall dieſelben
Teile wie in b..
Bei der Zerlegung der oberſten Blütchen b. und b. werden wir jedoch
enttäuſcht; die beiden Blütenſpelzen ſind
einem Fruchtknoten oder von Staub⸗ beuteln iſt nichts zu entdecken: dieſe Blütchen ſind taub. Trotz dieſer Enttäuſchung können wir mit dem Ergebnis unſerer Unterſuchung zu⸗ frieden ſein; denn wenn jedes Ährchen 4 Körner liefert und die ganze Ahre enthält z. B. 12 ſolcher Ähr⸗ chen, ſo macht das ſchon 48 Körner; kommen dann noch 5 Ährchen mit je 3, und 2 weitere Ahrchen mit je 2 fruchtbaren Blütchen hinzu, ſo können
wir 67 Körner aus einer Ahre erwarten. Hat die Weizenpflanze außerdem noch 2 ährentragende
Halme mit je 32 und 21 frucht⸗ baren Blütchen, ſo kann der Ertrag 120 fältig werden.— Doch der Er⸗ trag iſt jetzt Nebenſache; für jetzt iſt die Hauptſache, daß uns klar ge⸗ worden, wie ſich die Ähre aus Ahrchen und das AÄhrchen aus Blütchen zuſammenſetzt.
Ahnlich wie bei dem Weizen iſt die Ahre bei anderen Gräſern gebaut, und auch die Riſpe enthält im weſentlichen dieſelben Teile.
Am meiſten
zwar vorhanden, aber von
Fig. 14. Die weſentlichen Teile der Blüte des Weizens, Triticum vulgare. p der Fruchtknoten, hinter ihm die beiden Schüpp⸗ chen. st das Fruchtſtielchen. n die Narben. f die 3 Staubfäden, die ſich nach dem Offnen des Blütchens verlängert haben. a die Staub⸗ beutel, die beiderſeits der Mittelwand je in einem Längsriſſe aufgeplatzt ſind, um den Blütenſtaub zu entlaſſen. Vergrößerung 5fach.
abweichend von den übrigen Gräſern verhält ſich der
Mais, bei dem der riſpenförmige Blütenſtand an der Spitze des Stengels
gewöhnlich nur männliche Blütenteile
(Staubfäden und Staubbeutel),
die tiefer am Stengel ſitzenden kolben⸗ oder ährenförmigen Blüten—
ſtände dagegen gewöhnlich
nur weibliche Blütenteile(Fruchtknoten
mit ſehr langen fadenförmigen Griffeln) enthalten. Von dieſer Eigen⸗
tümlichkeit abgeſehen, iſt auch bei dem Mais die Blüte der nſo g. wie bei den anderen Gräſern. großen ſcheidenförmigen Blättern eingeſchloſſen ſind,
ebenſo gebaut,
obwohl
Anlage nach Daß die Kolben von iſt nebenſächlich,
zum Schutze des weiblichen Blütenſtandes ſehr zweckmäßig.


