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maſſe, welche durch eine 6 und 8“ weite Oeffnung bei 4“ höherem Waſſerſtande trete, in 24 Stunden 12 Morgen Wieſen mit ſandigem Boden genügend wäſſern könne. Hieraus können wenigſtens einiger⸗ maßen Anhaltspunkte genommen werden.
2. Beſchaffenheit der Wieſe.
§. 56. In dieſer Beziehung kommen Boden, Lage und oberflächliche Geſtalt in näheren Betracht.
§. 57. Keine Bodenart iſt an und für ſich zur Be⸗ waͤſſerung untauglich; jedoch iſt der Erfolg, unter übrigens gleichen Vorausſetzungen, nach der beſonderen Beſchaffen⸗ heit des Bodens ſehr verſchieden. Je durchlaſſender der Boden bei an ſich trockener Lage iſt, um ſo groͤßer wird der Erfolg der Bewaͤſſerung ſeyn; aber auch auf dem ge⸗ bundenen und ſelbſt undurchlaſſenden Boden iſt das Bewäſ⸗ ſern noch von weſentlichem Erfolge, ſobald nur die Umſtaͤnde ein lebhaftes Ueberrieſeln geſtatten, und fuͤr vollſtaͤndigen Wiederabzug des Waſſers geſorgt iſt.— Mooriger, ſumpfi⸗ ger und anderer bisher durch ſtauende Näſſe und an Saͤure leidender Boden wird, nach vorausgegangener Entwäſſerung, nur dann mit Nutzen bewäſſert, wenn ein raſches, ſtarkes Ueberſtrömen des Waſſers bewerkſtelligt werden kann.
§. 58. In kalter und feuchter Lage iſt das Bewäſ⸗ ſern von geringerem Erfolge, als in mehr trockner oder warmer Lage.
§. 59. Von der Lage und oberflaͤchlichen Ge⸗ ſtaltung der zu bewäſſernden Flaͤche haͤngt ſodann die Wahl und Ausführung der Bewaͤſſerungsanlage hauptſaͤchlich ab. Sie erfordert daher die ſorgfältigſte Unterſuchung und Erwaͤgung, und in den meiſten Fällen iſt auch ein vollſtän⸗ diges Nivellement vorzunehmen, um darauf hin den Bewäſ⸗ ſerungsplan zu fixiren(§. 61 ff.).
Nivellement und Plan für Ent-⸗ und Bewäſſerung ſind, ſobald beide auf derſelben Fläche zur Ausführung kommen ſollen, wie ſich von ſelbſt verſteht, alsdann gemeinſchaftlich zu entwerfen(ſ.§. 31).


