Teil eines Werkes 
1. Bandes, 2. Abtheilung (1839) Specielle Pflanzenproductionslehre
Entstehung
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§. 42. Bei ganz ebener ſumpfiger Lage, beſonders in der Nachbarſchaft von Fluͤſſen, deren Waſſerſpiegel zu hoch ſteht, bleibt oft kein Ausweg uͤbrig, als einen Theil des Bodens dem Waſſer ganz preiß zu geben, indem man ſtrei⸗ fenweiſe ausgräbt, und den ſtehen gelaſſenen Theil damit erhöht.

8. Anſchwemmen.

§. 43. Zur Ausgleichung tiefer, ſumpfiger, mooriger Stellen kann man unter beguͤnſtigenden Umſtänden auch das Auf⸗ und Anſchwemmen in Anwendung bringen, entweder mittelſt Fluß⸗ oder Bachwaſſer, das trübe Theile mit ſich fuͤhrt(ſ. 1. Abth. d. B.§. 179), oder indem man das Ver⸗ fahren zur Bildung der ſogenannten Schwemmwieſen ein⸗ ſchlägt.

Das Nähere hierüber, über die Verbeſſerung durch Auffüllen und die Beſaamung der aufgefüllten Stellen in den§.§. 118 bis 122

9. Verſenken und Abzapfen des Waſſers.

§. 44. Bei keſſelförmigen Lagen, wobei auch kein Durchſtich des angrenzenden hoͤher gelegenen Bodens an irgend einer Stelle ausführbar iſt, bleibt die Verſenkung des Waſſers mittelſt Saugſchächte oder Bohrlöcher und ein⸗ geſenkter Roͤhren ein wichtiges Huͤlfsmittel, falls die un⸗ teren Bodenſchichten die Hand dazu bieten.

Das Nähere darüber enthält§. 178 der erſten Abtheilung d. B.

§. 45. Zuweilen kann die Verſumpfung auch dadurch entſtehen, daß die obere Bodenſchichte undurchlaſſend iſt, und das unter derſelben in durchlaſſender Schichte unterir⸗ diſch ſich herabſenkende und endlich anſammelnde Waſſer der⸗ geſtalt einen Druck nach oben ausuͤbt, daß die obere Schichte davon uͤberfüllt iſt. In ſolchem Falle laͤßt ſich auſſeror⸗ dentlicher Weiſe eine Abzapfung des unterirdiſchen Waſſers durch eingeſenkte Röhren, nach den Grundſätzen der Anle⸗