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anwenden, ſo werden dadurch die Unkrautwurzeln in die Tiefe gebracht und müſſen verfaulen, wenn man die gehörige Zeit bis zum Wiederpflügen verſtreichen läßt. Auch der Anbau von dicht ſtehenden, beſchattenden Gewächſen, wie Buchweitzen, Grünwicken ꝛc. unterdrückt das Wurzelunkraut.
Hackfruchtbau genügt nur dann, wenn trockne Sommer und
Handcultur zu Hülfe kommen. Durch nach den vorhin gegebenen Andeutungen angewendete reine Brache iſt in der Regel der Zweck ſicherer zu erreichen.
§. 589. Bei manchen, namentlich den ſehr tief wur⸗ zelnden Unkräutern, wie Huflattig, Brombeere, Attich, Hauhechel ꝛc. iſt die ſorgfältigſte Cultur mit Anwendung der ebenbenannten Mittel nicht hinreichend zur Zerſtörung. Hier muß dann Ausſtechen mit eigens conſtruirten Unkraut⸗ ſtechern, oder ſelbſt Ausgraben, zu Hulſe genommen werden. Ein ſorgfältiges öfteres Ausziehen oder Abkneipen der wie⸗ der hervorkommenden jungen Triebe iſt noch beſonders zu
empfehlen.
Ausführlicheres in Teintl, die Unkrautpflanzen und deren Vertilgung, Wien 1827.— Celnard, Kunſt den Boden fruchtbar zu machen, überſetzt von Haumann.— Landwirthſch. Zeitſchrift von Heſſen 1835.— Sodann beim ſpeciellen Pflanzen⸗ und Wieſenbau.
V. Abhaltung und Verminderung schädlicher Thiere.
§. 590. Thiere verſchiedener Art thun durch Abfreſſen der Saaten, Bluthen, Saamen und Wurzeln dem Feld⸗ ertrag häufig mehr oder weniger Schaden, welchem der Landwirth durch Abhalten und Vertilgen nach Möglichkeit vorzubeugen ſuchen muß. Es iſt zu dem Ende wichtig, die Naturgeſchichte der ſchädlichen Thiere, namentlich die Art und Zeit, wie ſie ſich vermehren, genau zu erfdrſchen, weil ſich daraus allein die ſicherſten Mittel, dem Ueberhandnehmen vorzubeugen, abnehmen laſſen.


