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das Jäten durch den zu erwartenden Vortheil eines beſſeren Gedeihens der Saaten ſich auch bezahlt machen werde, wobei aber auch beſonders das verhinderte Ausſtreuen des Unkraut⸗ ſaamens und die damit für die Folge vorgebeugte Verunkrau⸗ tung des Feldes in Anſchlag zu bringen iſt. In den meiſten Fällen wird man ſich gewiß für das Jäten zu entſcheiden haben, ſobald man die erforderlichen Arbeiter aufbringen kann. Wo es aber wegen zu großer Menge des Unkrauts allzu koſtſpielig kommen muß, oder wo ſich das Unkraut im Uebermaaß eingefunden hat, während es an Menſchen⸗ händen zum Jäten gebricht, da thut man öfters beſſer, das ganze Feld abzumähen, das Gemähte grün zu verfüttern und dann noch etwas anderes zu bauen. Die trotz voraus⸗ gegangener ſorgfältiger Bearbeitung, ſich noch in geringer Menge einſtellenden ſchädlichen Unkräuter durchs Jäten zu entfernen, heißt einer guten Cultur die Krone aufſetzen.
§. 586. Wer ſeine Früchte jäten laſſen will, fange damit an, ſobald die Größe des Unkrauts ein Ausziehen leicht geſtattet, denn je eher es geſchieht, um ſo weniger hat das Unkraut noch die Saat unterdrückt und Nahrung weggenommen, und um ſo weniger leidet die Saat durch
das Zertreten.
Bei Beurtheilung über die Nothwendigkeit des Jätens iſt nicht nur die Menge, ſondern auch die Schädlichkeit des Unkrauts in Betracht zu nehmen.
Bei einigen Gewächſen iſt das Jäten unentbehrlich, die voraus⸗ gegangene Bearbeitung des Feldes mag auch noch ſo gut geweſen ſein, wie beim Flachs, den Möhren ꝛc. Bei andern verliert der Körnertrag am Preis, wenn Unkrautſaamen darunter iſt, z. B. beim Weitzen.
Dadurch, daß man Kinder zum Jäten unter gehöriger Aufſicht verwenden kann, laſſen ſich die Koſten vermindern. In Gegenden, wo es viele unbemittelte Leute giebt, welche etwas Vieh halten, kann man ſogar das Wintergetreide im Frühjahr unentgeldlich ge⸗ gejätet erhalten.


