Teil eines Werkes 
1. Band, Pflanzenproductionslehre, 1. Abtheilung (1841) Allgemeiner Pflanzenbau
Entstehung
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der ſchlimmſten Feinde der Sommerfrucht. Ackerſenf, Sinapis arvensis, wie der Hederich, mehr noch auf Mittel⸗ und gebundenem Boden. Täſchelkraut, Thlaspi arvensis, T. bursa pastoris. Hahnenfuß, Ranunculus arvensis, R. acris, auf feuchten Stellen.

b) Zweijährige: Trespe, Bromus secalinus, auf feuchtem Boden, beſonders ſtark in naſſen Jahren. Klapper⸗ kraut, Rhinanthus cristagalli, Kornrade, Agrostemma gi- thago. Kornblume, Centaurea cyanus. Unächte Cha⸗ millen, Anthernis cotula und A. arvensis. Gänſediſtel, Sonchus arvensis. Vogelwicke, Vicia cracca. Klatſch⸗ roſe, Papaver rheas. Die Ackerdiſteln, namentlich Ser- ratula arvensis, ſind ebenſowohl hierher, als zu den Wurzelun⸗ kräutern zählbar.

§. 584. Durch öfteres Wenden und Eggen des Bodens, nöthigenfalls durch Einſchaltung der reinen Brache, ſowie durch das Bearbeiten der Zwiſchenräume bei dem Hack⸗ fruchtbau, werden die im Boden ruhenden Saamen der Unkräuter um ſo mehr zum Keimen und Wiederzerſtören gebracht, je mehr man den dafür günſtigen Zeitpunkt, nach Maßgabe der Localität, zu benutzen verſteht. Dahin gehört auch das Liegenlaſſen des zur Saat gepflügten Feldes, damit beim Saateggen das gekeimte Unkraut zerſtört werde, das Durcheggen junger Saaten(§. 577) ꝛc. Haben gewiſſe Unkräuter, wie Wucherblume, Hederich, überhand ge⸗ nommen; ſo vermeide man möglichſt den Anbau des Som⸗ mergetreides, beſonders nach vorausgegangener Halmfrucht; baue dagegen mehr Hackfrucht und Grünfutter, in ſchlimmen Fällen unmittelbar hintereinander. Kalkdüngung, Mergel und andere mineraliſche Dungmittel ſind bekanntlich auch mitwirkend zur Reinigung ſtark verunkräuteter Felder.

§. 585. Ein weſentliches, und oft das letzte und ein zige Abhülfemittel bleibt ſodann das Jäten. Da daſſelbe koſtſpielig iſt, ſo entſteht in dem Falle, wo in Folge ver nachläſſigter Cultur oder ungünſtiger Witterung unter den Saaten vieles Unkraut ſich eingefunden hat, die Frage, ob