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vorgebracht werden, und die Grundſätze, welche aus der Kenntniß der Natur der Gewächſe und Thiere zu ihrer vor⸗ theilhafteſten Hervorbringung und Benutzung, ſicheren Be— obachtungen und Erfahrungen oder aus der Naturlehre ent⸗ lehnten Wahrnehmungen zufolge, abgeleitet werden.
Die Betriebslehre thut dar, wie das landwirth⸗ ſchaftliche Gewerbe, zu Erreichung des immer feſtſtehenden Hauptzwecks, nach den gegebenen Verhältniſſen einzurichten und im Betrieb zu erhalten ſey.
Eine nähere Kenntniß dieſer beiden Haupttheile geht aus nachſtehender Ueberſicht ihrer Beſtandtheile hervor:
A. Productionslehre.
Die Productionslehre zerfaͤllt in die Pflanzenpro⸗ ductionslehre(Pflanzenbau) und die Thierproduc⸗ tionslehre(Viehzucht).
I. Pflanzenproductionslehre.
Die Pflanzenproductionslehre zerfäͤllt wieder in einen allgemeinen und einen ſpeciellen Theil.
1. Allgemeine Pflanzenproductionslehre.
a) Kenntniß der allgemeinen Bedingungen der Vegetation der Gewächſe.
b) Lehre vom Clima, oder Kenntniß des Einfluſſes der örtlichen Atmosphäre auf den Pflanzenbau.
c) Kenntniß des Bodens, als da iſt: ſeine ver⸗ ſchiedenartige phyſiſche Beſchaffenheit, beruhend auf näheren Beſtandtheilen und deren Zuſammenſetzung, auf Lage und anderen einwirkenden Umſtänden; dann: Erwägung der aus der Verſchiedenheit des Bodens, nach Miſchung, Lage ꝛc. abzuleitenden Einflüſſe deſſelben auf das Gedeihen der Ge⸗ wächſe. 1*


