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91 Sechstes Kapitel. 8
Darlegung des Kulturbaues nach der neuen Methode auf dem Gute Knowle.
Ich habe nun meine verſchiedenen Kulturverfah⸗ rungsweiſen mitgetheilt. Ich habe gezeigt, daß ſie ſich auf die unwandelbare Grundlage von Thatſa⸗ chen gruͤnden, welche ich im Laufe meiner angeſtell⸗ ſtellten Verſuche und meiner practiſchen Ausuͤbung des Landbaues wiederholt beſtaͤtigt fand, und da das Ergebniß der Vierfelderwirthſchaft, verglichen mit dem der alten Kulturweiſe noch meine Erwar⸗ tung uͤbertraf, ſo iſt es ganz natuͤrlich, daß ich nichts ſehnlicher wuͤnſche, als daß die Verſuche, welche an⸗ dere mit meiner Methode anſtellen werden, recht gut von ſtatten gehen moͤgen. Ich ſtehe nicht an zu wiederholen, daß wenn mein Kulturſyſtem in den Gegenden, für welche es paßt,— und es paßt fuͤr alle, wenigſtens hinſichtlich der Ackerwerkzeuge— allgemein befolgt wuͤrde, dieſes gar maͤchtig die Fort⸗ ſchritte des Ackerbaues und die Vermehrung der Bo⸗ denerzeugniſſe befoͤrdern wuͤrde. 3
Ich habe mich bisher darauf beſchraͤnkt Nach⸗ richt von den Fortſchritten meiner Unternehmungen zu geben; jetzt werde ich eine allgemeine Ueberſicht des Kulturplanes mittheilen, den ich auf meinem
Gute Knowle befolge, das aus 112 ¾ Acres Ahrt⸗
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land, 8 Acres Hopfen, 103 ¾ Acres Wieſen und Wei⸗ den und 74 ¾ Acres Buſchholz, in Summa aus 299 ¾ Acres beſteht, 4
Der Boden dieſes Gutes iſt im allgemeinen zaͤh und bindend, hat vielen Thon, und haͤlt die Feuchtigkeit auf der Oberflaͤche zuruͤck. Trocknet er durch die Sommerhitze aus, ſo wird er ſo hart wie Ziegelſtein, und fuͤr den Pflug ganz unbearbeitbar, wenn man nicht eine ſehr ſtarke thieriſche Kraft an⸗


