„Wir ſehen, ſagen die Herausgeber, daß ſeit „einem halben Jahrhundert eine Menge von Ver⸗
„fahrungsweiſen erfunden worden ſind, um das Un⸗
„ kraut auszurotten, die Inſekten zu vertilgen, große
„Maſſen Samens zu erſparen, daß man ſich beei⸗ „fert hat, die zu erzeugenden Fruchtarten dem Bo⸗ „den gemaͤß zu waͤhlen, neue Duͤngerarten anzu⸗ „wenden, neue Pflanzen zu ziehen u. ſ. w.; aber „alles dieſes, verbunden mit einer Menge neuer „Maſchinen zur beſſern Ausfuͤhrung der Ackerbau⸗ „geſchaͤfte loͤſt ſich beinahe in Nichts auf. Der „Preis der Fruͤchte ſcheint mit den Verbeſſerungen „angefangen zu haben zu ſteigen, und ſteigt immer „hoͤher.”
Wenn ſo viele achtungswerthe Maͤnner in ih⸗ ren Verbeſſerungsverſuchen geſcheitert ſind, wenn, wie man allgemein anerkennt, der Ackerbau wenig gruͤndliche Fortſchritte gemacht hat, ſo iſt die Schuld davon nur den ſchon angezeigten Urſachen beizumeſ⸗ ſen, und liegt vornehmlich in dem ungeheueren Kul⸗ turaufwande, welchen die Oekonomen, hartnaͤckig bei
veerderblichen Verfahrungsweiſen, die ſchon laͤngſt
haͤtten abgeſchafft werden ſollen, beharrend, fort und fort auf ihre Laͤndereien machen.
Um eine Idee von den nachtheiligen Folgen zu geben, welche aus einer zu koſtſpieligen Bewirth⸗
ſchaftung, und einer zu weit getriebenen Anwendung
der thieriſchen Kraft bei den oͤkonomiſchen Arbeiten entſpringen, werde ich das in meiner Nachbarſchaft faſt durchgaͤngig uͤbliche Kulturverfahren etwas naͤher beſchreiben. Der Boden iſt ſehr ſchwer und thon⸗ haltig, haͤlt die Feuchtigkeit auf der Oberflaͤche zu⸗ ruͤck und wenn die Sonnenhitze ihn austrocknet, wird er ſo hart wie Ziegelſtein. In dieſem Zuſtande iſt er fuͤr den Pflug undurchdringbar, wenn man nicht
——,————
—
-—


