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Königl. privilegirtes landwirthschaftliches Unterrichts-Institut zu Möglin [Studienführer]
Entstehung
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III. S. 449 ſo wie wir es wuͤnſchen und wie es mehrentheils war, erklaͤrt. Wir fuͤgen zur Vervollſtaͤndigung der Anſicht noch einiges cielleres hinzu.

Dieſes Verhaͤltniß iſt weder mit dem eines Schule oder Erziehungsanſtalt, noch mit dem ei⸗ ner Univerſitaͤt zu vergleichen; ſondern es iſt, we⸗ nigſtens fuͤr diejenigen, die es wollen, ein Fa⸗ milienverhaͤltniß. Hinſichtlich des Lebens ſoll und muß es eine Vorbereitung, ein Uebergang von der Schule oder Univerſitaͤt zum haͤuslichen, ſtaatsbuͤrgerlichen und gewerblichen Leben ſeyn. So wenig wie hier Schulzwang ſtatt findet, ſo wenig kann ſogenannter Burſchenton(das Com- ment und die Suiten) geduldet werden. Es findet hier keine Art von Philiſterthum, im Sinne des verehrungswuͤrdigen be Wette, ſtatt; alſo auch keine Burſchen⸗Phlliſterei. Jeder Ver⸗ ſuch ſie einzufuͤhren und dadurch die laͤndlich⸗ wiſſenſchaftliche Ruhe und den zutraulichen aber geſitteten, anſtaͤndigen und wechſelſeitig belehren⸗ den Umgang zu ſtoͤren, wird die Bitte, ſich von hier wegzubegeben, nach ſich ziehen, ſo wie ſie auch an jeden ergehen wird, deſſen Lebensweiſe dem einzigen Zwecke des hieſigen Inſtitutt die Kunſt und Wiſſenſchaft des Landbaues durch ge⸗ bildete Maͤnner zu verbreiten und das Gewerbe zu veredeln nicht entſpricht.