Ehe ich der Reſultate verſchiedener Verſuche erwaͤhne, worauf ſich meine angenommenen Sit gruͤnden, bemerke ich als Vorwort zu denſelben: Die durch eigne Ueberzeugung mir zu beantwortenden Fragen: a) wie viel vom Futter in das Leben des Thieres als auf Fleiſch- und Talg⸗Anſatz, Milch, Wolle und auf Kraftaͤußerung bei dem Zugthiere uͤbergehe?
b) wie viel Duͤngung aus den gewoͤhnlichen Futtergattungen und Einſtreu entſtehe?
G) und unter welchen Verhaͤltniſſen und Bedingungen die Nahrungs⸗ und Einſtreu⸗ mittel bei unſern Hausthieren am vortheilhafteſten anzuwenden ſind, um da— durch Futter und Einſtreu durch die Rutzung der Thiere beſtmoͤglichſt verguͤtigt zu erhalten, ſo wie den wohlfeilſten Duͤnger zu erzeugen? ſind mehrere Jahre ein Hauptgegenſtand meiner Beobachtungen und Verſuche— vorzuͤglich aber in den letzten 10 Jahren hier bei meinem kleinen Gute Schierau geweſen, denn hier fand ich mehrere Gelegenheit Verſuche zu machen, und ſie ſelbſt bis ins Große auszudehnen..
Keinesweges bin ich der Meinung, daß ich die mir aufgelegten Fragen genuͤgend ge⸗
loͤſet haͤtte, ſondern es haben ſich mir vielmehr bei dieſen Beobachtungen mehrere neue Er⸗ ſcheinungen und Fragen aufgedraͤngt, an die ich fruͤher nicht dachte, und von welchen wohl viele, trotz des beſten Willens, mir unaufloͤslich ſeyn und bleiben werden. Ich muß jedoch ge⸗ ſtehen, daß ſchon dieſe Verſuche, ſo unvollkommen ſie auch ſeyn moͤgen, mir bei der Ernaͤhrung der Thiere und Erzeugung des Duͤngers ſo manches erklärbar gemacht haben, was mir fruͤher ganz dunkel war, und daß auch die Anwendung der aus den Verſuchen gefolgerten Grundſaͤtze mir— beſonders bei der Ernaͤhrung der Thiere und Anwendung des Duͤngers, von manchem Nußen geweſen iſt.


