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Gegenwärtiger Standpunkt der Theorie über den Ertrag und die Erschöpfung der Ernten im Verhältniss zu der Thätigkeit und dem Reichthum des Bodens / Von Herrn Thaer
(Vorgelesen den 3. Februar 1814)
Entstehung
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über den Ertrag und die Erschöpfung der Ernten. 13

hierauf Bezug habenden Erfahrungen dem richtigen Verhältnisse jener bei- den Faktoren der Fruchtbarkeit nähern. Weil es indessen Bodenarten giebt, welche nach einer gleichartigen Brachbehandlung nur eine sehr geringe Dif- ferenz der nachfolgenden gegen die vorhergehende Ernte haben würden,

etwa nur z, andre aber, wo das Minus der zweiten Ernte ½ der ersten be-

ber nennen möchte, die Erschöpbarkeit des Bodens) zu 2 bis 3o angenommen

trägt, so kann der deneeeno(oder wie man es im letztern Falle lie- werden; jedoch werden diese Extreme selten vorkommen. Erstere sind ent- weder die thonigt humösen Bodenarten, die bei hohem Ertrage unerschöpf- lich scheinen, und es wirklich auch sind, wenn ihnen die hohe Stoppel des gesichelten Getreides gelassen wird, und bei denen oft der Raum das Pro- dukt ihrer Fruchtbarkeit beschränkt; oder die sogenannten kalten schluffi- gen, gewöhnlich versäuerten Bodenarten, die nur geringen Ertrag geben, an denen man aber bei wiederholter Bearbeitung wenig Abgang bemerkt. Die andern sind solche Bodenarten, die ohne alljährige Düngung ihre Bestel- lungskosten nicht bezahlen, mithin nur da bestellt werden können, wo jene leicht und wohlfeil zu bekommen ist. Letzteres trifft bei den sehr sandigen und kreidigen Boden zu, welche jedoch, um ihre Thätigkeit im Durchschnitt der Jahre äuſsern zu können, eine Feuchtigkeit erhaltende Lage oder Klima haben müssen*).

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Die gewöhnlichern Ackerbodenarten, auf welche hier nur Rücksicht genommen werden kann, und von welchen sich auch nur solche Data wer- den auffinden lassen, auf die man eine Berechnung gründen mag, werden nach obiger Regel zwischen 5 und 20 Grad Thätigkeit stehen. Wir wer- den annehmen müssen:

Für den eigentlichen Thonboden 5. 6. 7.

Für den Lehmboden 8. 9. 10. Für mergeligten Lehmboden 10. 11. 12. 13. Für sandigen Lehmboden 11. 12. 13. 14. *) So hat man in dem feuchten Klima der Niederlande Sandboden, der Jahr aus Jahr ein

12 Scheffel Roggen tragt, aber alljahrig KloakMdünger erhalt.