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Herrn Georg Ernst Stahls, Weyland Königl. Preußischen Hof-Raths und vornehmsten Leib-Medici &c. &c. Gründliche und Nützliche Schrifften, Von der Natur, Erzeugung, Bereitung, und Nutzbarkeit des Salpeters : Mit denen hieher gehörigen Kupfern, und vielen diensamen Anmerckungen vermehret, und wegen ihres unbeschreiblichen Nutzens aus dem Lateinischen ins Teutsche übersetzet
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899(o) 888- 17 Sauer mit einer etwas fixeren Materie verei⸗ nigt wird/ und ſodann den genauern Beytritt des Flammen faͤhigen Beſtand⸗Weſens em⸗ pfindet: ſo faͤngt es auf eben eine ſolche Art Feuer/ als wann es mit einem alcaliniſchen Saltze waͤre verknuͤpfft worden. Dieſes ge⸗ ſchiehet wann der Salpeter⸗Geiſt auf gera⸗ ſpelt Hirſchhorn oder Helffenbein gegoͤſſen/ und wieder davon abgezogen wird. Denn wann die Materie nach uͤbergeſtiegener Waͤß⸗ richkeit nur ein wenig ſtarck ethitzet wird/ und nur obenhin zu gluͤhen anfaͤnget; ſo faͤngt ſie leichtlich Feuer/ und beginnet zu verpuffen/ nicht anders als wenn Salpeter mit Rohlen verzuͤndet wuͤrde.() 1 Wann der Salpeter ein eintziges mahl mit

ſchwefelichten oder Flammen⸗faͤhigen Din⸗ gen alſo ausgebrandt worden: ſo ſcheinet da⸗

durch etwas verrichtet zu ſeyn/ das weit ſub⸗ tiler und ſchwerer/ als man mnsgemein glau⸗ bet. Denn hiebey leget es ſich ſichtbahrlich zu

B Tage/

6) Der Grund beſtehet hierinnen: Aus dem Hirſch⸗ horn und Helffenbein iſt ein alcaliſch⸗fluͤchtiges Saltz haͤuffig zum Vorſchein zu bringen. Der darauf ge⸗ goſſene Salpeter- Geiſt ergreiffet ſolches als ſein Cor-

us; und formiret damit von neuen einen ordent⸗ lichen Salpeter. Wenn nun die Hitze dermaſſen ver⸗ ſtaͤrcket wird/ daß die Ramenta des Hirſch⸗Horns oder des Helffen⸗Beins zu Kohlen brennen/ und ſich endlich anzuͤnden; ſo muß der darinnen verhaͤngte Salperer ohnfehlbarlich mit entzuͤndet werden/ und alſo die Deronation verurſachen.