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Der bestmöglichste Pflug, auf Erfahrung und mathematische Grundsätze gestützt / von Johann Bailey
Entstehung
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93 Daraus folgt, daß die Breite der Furche, der Quadratwurzel, von dem doppelten QOuadrat der Tiefe, gleich ſeyn ſoll; und daß die Tiefe( V=) ,eben ſo groß ſeyn muß, als die Quadratwurzel vom halben Quadrat der Breite der Furche.

4* zuſatz. Mittelſt der Differentialrechnung findet man 2 ‧5bZz d a b

45=,

Ads 24 wird 7= 0 geſetzt, ſo erhaͤlt man wie oben

æ= 2 a* oder *= a V 2= 1,4142. a oder ſehr nahe a= za,

das heißt: damit beim pfluͤgen die groͤßte Oberflaͤche von den Furchen der Atmoſphaͤre ausgeſetzt werde, ſo muß ſich die Tiefe, in welcher man pfluͤgt, zur Breite der Kurche ver⸗ halten, wie 5 zu 7. Wollte man z. B. 6 Zoll tief pfluͤgen, ſo ſetze man nach der Regel De Tri: 5 5:7= 6:. Es muß daher in dieſem Falle die Breite der Furche 83 Zoll betragen.

Erſter Folgeſatz.

Aus x*= a⸗+ a: folgt, daß* oder AlE, die Hypotenuſe eines recht⸗ winklichten Triangels iſt, deſſen Schenkel gleich ſind; und daraus folgt: daß die Prdſcholle einen Winkel von 45 Grad mit dem Horizonte machen muß, wenn die groͤſtmoͤglichſte Oberflaͤche der Atmoſphaͤre ausgeſetzt ſeyn ſoll.

Zweiter Folgeſatz.

Wenn die Tiefe der Furche gleich der Breite iſt,= 2, und die Formel Vææ aa+ a l✕ 4= F, wird 5=§, ſo ſteht die Scholle ſenkrecht, und kann nicht uͤbergeworfen werden, daher muß die Erdſcholle breiter als tief ſeyn, ſonſt kann ſie nur zu einer ſenkrechten Stellung gebracht werden.