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Reden des Herrn Staatskanzlers Freiherrn von Hardenberg bei den Versammlungen der ständischen Deputirten in Berlin, am 7ten und 16ten September 1811
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Sie werden nun auch Antheil haben, an den Seegnungen, die dieſe Geſetze nothwendig zur Folge haben muͤſſen. Sollten auch einige Be ſtimmungen derſelben im erſten Augenblicke nicht ganz den allgemeinen Beifall finden, nicht die all gemeine Zufriedenheit hervorbringen, die ſie ver⸗ dienen; ſo wird die Erfahrung doch bald das Heil⸗ ſame derſelben bewaͤhren.

Bis dahin, meine Herren, ſey es unſer ange⸗ legentliches Beſtreben, die Beſorgniſſe der Wohl⸗ meinenden, aber nicht Unterrichteten, zu entfernen, fuͤr Ueberwindung noch vorhandner Hinderniſſe den Muth zu ſtaͤrken, die Hoffnung zu nahren und zu beleben; dem Egoiſten, dem kleinen Tyrannen, der auf ſclaviſche Abhaͤngigkeit ſeines Nebenmen⸗ ſchen, auf bloße Benutzung deſſelben zu ſeinem Vortheile, einen Werth ſetzen koͤnnte, bleibt unſere Verachtung. Moͤchten wir dazu auch nicht eine einzige Veranlaſſung finden!

Ein Edict, wegen Behandlung der Gemein⸗ heits⸗Theilungen, ſollte, wie Sie wiſſen, den beiden erwaͤhnten noch hinzukommen. Es wird nachfolgen. Mit dem Zweck, die Cultur und die

hoͤchſte