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Bemerkungen über die Vortheile und Nachtheile des mit der Bemergelung verbundenen Rapsaat-Baues : mit Bezug auf die dadurch bewirkte, Erhöhung des Ertrags, und Verminderung der Fruchtbarkeit des Bodens / vom Freyherrn von Voght, veranlaßt durch Herrn Martens Abhandlung über den Rapsbau und dessen Anwendbarkeit auf der Geest
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rechten Zeit in die Erde komme. Daher wird außer der Kraftvermehrung des Landes durch die Braache(die auf

121 pCt. berechnet wird) der Rapſaat ſelbſt noch 6 pCt.

Krafterhoͤhung zugeſchrieben, welches in der Wirkung auf die folgende Weitzenerndte mehr als richtig iſt; aber ja nicht auf die dann folgenden Halmfruͤchte ausgedehnt werden muß, weil die groͤßere Weitzenerndte nicht aus ei⸗ ner groͤßeren Bereicherung des Bodens entſteht, welche auf die folgenden Saaten fortwirken wuͤrde; ſondern aus einer erzwungenen Entwickelung der Kraft, die den Reich⸗ thum vermindert, indem ſie durch groͤßere Erndten den Bo⸗ den erſchoͤpft.

Daß dieſer Weitzen aber ſo zutraͤglich ſey, als der nach reiner Braache geſaͤete, ſtimmt nicht mit meinen vieljaͤhrigen Erfahrungen uͤberein. Ich habe zwar uͤber⸗ haupt ſelten reine Braache, aber bey mir iſt der Wei⸗ tzen ſeit 7 Jahren immer in Einmal tief umgebrochenen oder auch halbgebraachten Klee, bey gleichem Grade der Fruchtbarkeit, zutraͤglicher geweſen.

Auch ſchwerer und vollſtaͤndiger an Korn war ſtets dieſer Weitzen, ob er gleich darin noch von dem in reiner Braache gebaueten, uͤbertroffen werden mag. Ich bin alſo weit entfernt, den auf Rap⸗ ſaat gebaueten Weitzen fuͤr vorzuͤglicher zu halten, und bin ſogar ſehr uͤberzeugt, daß er viel leichter iſt; be⸗ ſonders aber wenn zur Rapſaat gemergelt wurde.

Der Unterſchied der Guͤte zwiſchen dem auf gemer⸗

gelten und nichtgemergelten Boden gewachſenen Weitzen, wird