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dem Rapsbau gegeben haͤtten. Zur naͤmlichen Zeit, wo die Gewinnung des Rapſes die Haͤnde aller Arbeiter, oder ſeine Ausſaat den groͤßten Theil dieſer und alle vorhandene Anſpannung erfordere, verlange das gereifte Getreide ſolche auch, und Ein's muͤſſe nun dem Andern dergeſtalt nach⸗ ſtehn, daß es ohne betraͤchtlichen Schaden nicht abgehn koͤnne.
So weit die Gegner des Rapsbaues! Jetzt wollen wir auch die Freunde deſſelben hoͤren, denn die unpar⸗ theyiſche Erwaͤgung deſſen, was fuͤr und wider ihn ange⸗ fuͤhrt wird, laͤßt das Wahre und Richtige am leichteſten erkennen, und der Gegenſtand iſt fuͤr jeden Landmann ſo wichtig, daß es wohl der Muͤhe lohnt uͤber ihn auf's Reine zu kommen.
Fuͤr den Rapsbau wird angefuͤhrt:
1. Wenn der Raps da angebauet werde, wo es mit wahrem Vortheile nur geſchehen koͤnne, und man dabey gehoͤrigermaaßen verfahre: ſo liefere er gewoͤhnlich von einer gleich großen Flaͤche wenigſtens eben ſo viele Ton⸗ nen reinen Ertrag an Koͤrnern als Weitzen und Rocken, bey guͤnſtiger Witterung und ſonſt ihm zuſagenden Umſtaͤn⸗ den ungleich mehrere.
2. Gut gerathen verſetze er den Boden in einen, der ihm folgenden Frucht aͤußerſt guͤnſtigen und vortheilhaften Zuſtand, bereite ihn fuͤr ſie auf's Beſte vor. Die Erfah⸗ rung lehre: daß der in Rapsſtoppel geſaͤete Weitzen und Rocken mehrentheils einen eben ſo guten, zuweilen gar einen
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