Ein⸗ und Ausgang der Mineralſtoffe im Boden. 25
war, der Stickſtoffgehalt des Bodens wurde dadurch um 15,5 Pfd. pro Morgen vermehrt.
Durch die Roggenernte 1876 wurden dem Boden 12 Pfd. Kali, 8,4 Pfd. Phosphorſäure und 15,6 Pfd. Stickſtoff wieder entnommen, ſo daß derſelbe jetzt nur noch 52 Pfd. Kali, 17,2 Pfd. Phosphorſäure und 54,3 Pfd. Stickſtoff pro Morgen mehr als urſprünglich enthält. Auf den Roggen werden Zuckerrüben gebaut, die im Frühjahre 2 Ztr. ammoniakaliſches Superphosphat von 9 Proz. Phosphorſäure und 9 Proz. Stickſtoff, außerdem aber 1 Ztr. Chiliſalpeter pro Morgen erhalten. Der Stickſtoffgehalt des Bodens wird dadurch auf 87,8 Pfd, der Phosphorſäuregehalt auf 35,2 Pfd. erhöht, während der Kaligehalt auf 52,0 Pfd. ſtehen bleibt.
Die Rübenernte 1877 war ſpeziell auf dieſem Plane eine außer⸗ ordentlich reiche, nämlich 200 Ztr. Rüben und 50 Ztr. Blätter; die⸗ ſelbe entzieht dem Boden 110,5 Pfd. Kali, 22,5 Pfd. Phosphorſäure und 47 Pfd. Stickſtoff pro Morgen und verſchiebt dadurch das Ver⸗ hältnis der Nährſtoffe ſo, daß jetzt der Kaligehalt auf 58,5 Pfd. unter den urſprünglichen gefallen iſt, während die Phosphorſäure noch mit 12,7 Pfd. und der Stickſtoff mit 40,8 Pfd. im Plus ſtehen.
Da durch das Sinken des Kaligehaltes der Boden unzweifelhaft ärmer geworden iſt, als er nach der Ernte 1875 war(das Plus an Phosphorſäure und Stickſtoff kann das Minus an Kali nie ausgleichen), ſo wird beim Umpflügen der Breite 1 Ztr. Chlorkalium à 61 Pfd. Kali mit untergebracht; außerdem werden 25 Ztr. Schlammpreßlinge pro Morgen aufgefahren, um die durch die Rüben dem Boden ent⸗ zogene Magneſia zu erſetzen und denſelben mit kohlenſaurem Kalke zu verſehen, den er nur in geringer Menge beſaß.
Es ſtellt ſich jetzt Kali auf+ 3,0, Phosphorſäure auf+ 16,4 und Stickſtoff auf+ 43,8.
Baut man nun, ohne weitere Düngung, 1878 Gerſte, ſo werden dem Boden wiederum 15,8 Pfd. Kali, 8,6 Pfd. Phosphorſäure und 18,4 Pfd. Stickſtoff entzogen, ſo daß er im Herbſte 1878 auf — 12,8 Pfd. Kali,+ 7,8 Pfd. Phosphorſäure und+. 25,4 Pfd. Stick⸗ ſtoff ſteht.
Wird auf dieſen Acker jetzt wieder Stallmiſt gefahren, ſo wird das Manko an Kali wieder ausgeglichen; da jedoch dieſe Zufuhr an Kali vorausſichtlich für die nächſte Rübenernte nicht ausreichen dürfte, ſo iſt es rätlich, dieſen Stoff ſchon jetzt in der nötigen Menge ein⸗ zubringen. Würde ſich eine Melaſſebrennerei in der Nähe des Land⸗ gutes befinden, zu dem der Acker gehört, ſo würde man das Kali vorteilhafter in Form von Schlempe auffahren.
Bucht man in dieſer Weiſe jahraus jahrein jeden Zu⸗ und Ab⸗ gang von Pflanzennährſtoffen, ſo iſt man ſtets darüber unterrichtet, ob der Vorrat an Nährſtoffen in dem betreffenden Ackerſtücke konſtant


