Teil eines Werkes 
Zweites Heft (1829)
Entstehung
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nahme aus der Viehzucht formirte ſich nach ihrem wahren jaͤhrlichen Ertrage, wie daruͤber ſchon das Hauptſachlichſte von S. 37 bis 39 angemerkt worden iſt. Man ſieht leicht, daß die, auch bei ſonſt mittelmaͤßigen Preiſen der Erzeugniſſe des Ackerbaues, glaͤnzende Einnahme der Wirth⸗ ſchaft aus dem guten Ertrage einer ſtark gehaltenen Schaͤferei hervorging. Veranſchlagt waren 1200 Stuͤck Schaafe, wirklich gehalten wurden in den 4 hier in Betracht genommenen Jahren 3000 Stuͤck. Eine Wollproduktion von 11 ½ Stein auf 100 Stuͤck und ein Durchſchnittspreis von 21 Rthlr. pro Stein bewirkte die vorzuͤgliche Einnahme, ohne daß ein Viehverkauf, der we⸗ gen geringer Nachfrage und betraͤchtlicher Verluſte verhaͤltnißmaͤßig wenig thun konnte, dazu mehr als 6 bis 700 Rthlr. beigetragen haͤtte.

Die in der letzten Kolonne fuͤr das Jahr 1825 zu 1826 als muthmaßlich hingeſtellte Ein⸗ nahme iſt zwar ſowohl beim Feldbaue, als bei der Viehzucht auf die Durchſchnitts⸗Summe der zum Verkauf gebliebenen Produktionen fruͤherer Jahre gegruͤndet, jedoch ſind die im Jahre 1825 bis 1826 wirklich beſtandenen Verkaufspreiſe der letztern bei der Berechnung zur Anwendung ge⸗ bracht, wie es nicht anders geſchehen konnte. Galt nun in jenem Wirthſchaftsjahre, und noch im 1ſten Viertel des folgenden, durchſchnittlich Raps nur 40, Roggen 16, Weitzen 24, Erbſen 16, Gerſte 12, Hafer 10 Gr. der Scheffel, und der Stein Wolle nur 12 Rthlr.(vergl. Beiſpiel A. S. 34.); ſo mußte aus dieſer Preiserniedrigung aller Produktionen, die namentlich die Wolle ploͤtzlich und arg traf, in dem Rechnungs⸗Abſchluſſe mit einem Male ein anſehnliches Deſicit erſcheinen. Da dies an die Stelle eines Ueberſchuſſes trat, welcher bisher durchſchnittlich faſt noch einmal ſo hoch geweſen war, ſo konnte es von dem Pachtinhaber leicht getragen werden, und es mußte dies billig und ohne Verdruß geſchehen. Uebrigens ſtellte das Wiederemporſteigen der Ge⸗ treidepreiſe ſchon im Wirthſchaftsjahre 1826 bis 1827 eine Gleichheit zwiſchen Ausgabe und Ein⸗ nahme her, wenn auch der Schaͤferei⸗Ertrag noch gering blieb, und das Jahr 1827 zu 1828 ſchien die Einnahme ſchon wieder uͤber die Ausgabe hinaus fuͤhren zu wollen. Sehr befriedigend er⸗ folgte letzteres im laufenden Jahre wirklich. Leicht mag dies in ſeinem Rechnungsſchluſſe allein durch die unerwartete Erhoͤhung der Koͤrnerpreiſe, den Werth der Viehnutzung mit dem des vorigen Jahres gleich angenommen, im Beiſpiele C. einen Ueberſchuß von 4000 Rthlr. her⸗ vorbringen.-

Fuͤr die Ausgabe⸗Rubriken iſt im Allgemeinen zu wiederholen, was ſchon bei Gelegenheit des gegebenen Beiſpiels A. Seite 35 angefuͤhrt wurde. Die Pachtgefaͤlle, welche als Zinſen des Grundkapitals zu betrachten ſind, wurden Seite 16 nachgewieſen. Ueber die folgenden Ausgaben an Steuern, Aſſekuranz⸗Beitraͤgen, Lohn der Arbeiter und Handwerker, Konſumtibi⸗ lien, Geraͤthe ꝛc. vergleiche im Beiſpiele A. S. 35., weil hier auch gilt, was dort erinnert wurde. Fuͤr das vom Paͤchter in das ſtehende Inventarium und den laufenden Betrieb ange⸗ legte Kapital ſind auch hier nur 5 p. C. verausgabt worden, wiewohl man dafuͤr durchſchnitt⸗ lich das Doppelte zu rechnen berechtigt ſeyn duͤrfte. Dadurch wuͤrde denn der S. 42 gezogene Rechnungs⸗Ueberſchuß auf die Haͤlfte herabfallen, wie daſelbſt das Deficit des Jahres 18²