.ͤͤGäG8G8-8---—“— —E
— 28—
Spreu und Ueberkehr ein Duͤngermaterial liefern, das, mit Beifuͤgung des Weideduͤngers von Schaafen und anderem Vieh, mehr als ausreichend iſt, um jaͤhrlich den dritten Theil der Acker⸗ flaͤche ſo zu beduͤngen, daß ſich ihre Kraft in jedem Umlaufe ſehr bedeutend erhoͤhen muß. Dies erfolgt nothwendig, wiewohl die Wirthſchaft jaͤhrlich den zehnten Theil ihrer Halmenfruͤchte fuͤr Zehnt und Naturallohn abgab, und liefert einen Beweis, wie auch Dreifelder⸗Wirthſchaften auf gutem Boden, in bezeichneter Lokalitaͤt, ſelbſt bei geringerem Wieſen⸗Verhaͤltniſſe, als im Bei⸗ ſpiele C., ihre Kraft und ihre Produktion jaͤhrlich zu vermehren geeignet ſind. Auch eine unter 6 Ernten vorkommende Mißernte hindert dies Fortſchreiten nicht. Der Minderertrag eines Jah⸗ res wird durch den Mehrertrag von fuͤnf Jahren gedeckt, und es genuͤgt zur Vermehrung der Kraft, wenn nur durchſchnittlich auf dem Morgen Acker 8 Sfl. Koͤrner mit 10 Ctr.(à 100 Pfd.) Stroh, 3 Ctr. Heu⸗Surrogat und 1 Ctr. Heu von Wieſen bezogen werden(vergl. Beiſpiel A. S. 23 bis 25).
Die letztere Wirthſchaft gewann aber im Durchſchnitt, freilich nur von vier Jahren, auf dem
Morgen Acker nach vorſtehenden Fractionen: 7,6 Schfl. Koͤrner mit 11 Ctrn. Stroh nach Ab⸗
zug von Natural⸗Zehnt und Loͤhnung, 3,88 Ctr. Heuſurrogat und 3,34 Ctr. Heu von Wieſen. Da nun nicht bloß dieſes Heuſurrogat, Heu und Stroh, 18,22 Ctr., ſondern auch von 7,6 Sfl. Koͤrner 5,21 Schfl. in der Wirthſchaft verbleiben, wovon naͤmlich 3 Schfl. oder 1,69 Ctr. Heu zur Ernaͤhrung des Viehſtandes verwendet, ſo liegt die ſtete Bereicherung der Produktionskraft im Durchſchnitt der Rotationen außer Zweifel, wie ſie denn auch die Erfahrung in ſolchen Faͤllen taͤglich beſtaͤtigt. Bemerken will ich noch zur Vergleichung mit S. 23 bei A. und S. 7 bei B., daß, indem Brutto⸗Koͤrnerertrag, Wirthſchafts⸗Bedarf und Koͤrner⸗Ueberſchuß zum Verkauf ungefaͤhr ſich verhielten wie 25: 18: 8, die Hufe der kultivirten Ackerflaͤche pptr. 9444 Wſpl. abtrug, wovon wieder 6 ½ 2 zum Wirthſchafts⸗Bedarf und 32½ Wſpl. zum Verkauf kamen, alles ohne Ruͤckſicht auf die Natural⸗ Abgaben des Zehntes und der Maͤherloͤhnung. Hieran knuͤpfe ich einige ſpeciellere Bemerkungen zu der Ueberſichts⸗„Tabelle S. 20 u. f.
Um die in letzterer naͤher angegebenen Produkte zu gewinnen, wurden 1565 Morgen Acker und 380 Morgen Wieſen in beſonderer Kultur gehalten, und von erſteren im Durchſchnitt jaͤhr⸗ lich 967 M. mit Cerealien, 170 M. mit Huͤlſenfruͤchten und 62 M. mit Oelſaaten, 82 M. mit Hackfruͤchten und 76 M. mit Klee beſtellt. Es geſchah dies im Syſtem der Dreifelder, und etwa in der Art, wie die Folge im Beiſpiel X. S. 9 und 10 angegeben worden iſt. Erb⸗ ſen, Hackfruͤchte, Klee und Flachs ſtanden regelmaͤßig im Brachfelde, wovon durchſchnittlich dann aber nur 177 Morgen, alſo ein Drittel des Ganzen, wirklich ruheten, gemaͤß der lokalen Obſer⸗ vanz, die theils durch das Syſtem ſelbſt, theils durch Erfahrung uͤber den Bedarf der Ruhe, und insbeſondere durch den Oelſaatbau ſo begruͤndet wird.
Das Quantum der Einſaat pro Pr. Morgen war im Allgemeinen ſtaͤrker, als das bei den Wirthſchaftsbeiſpielen A und B angegebene, wie die nachfolgende Zuſammenſtellung zeigt. Na⸗ mentlich ſaͤete man hier, wie in vielen anderen Orten der Provinz, Weitzen und Erbſen unge⸗


