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Über Wolle und Schaafzucht / von Vicomte Perault de Jotemps, Fabry und Girod, Gesammt-Eigenthümer der Heerde zu Naz. ; Aus dem Französischen übersetzt und nach dem gegenwärtigen Standpuncte der Woll- und Schaafkenntniss in Deutschland bearbeitet von Albrecht Thaer
Entstehung
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und dem Fett(Surge) der Wolle iſt bei den Franzo⸗ ſen practiſch wichtig. Ungewaſchene Wolle nennen ſie en suint, in bloßem Waſſer gewaſchene en surge und unterſcheiden, ob es kaltes oder warmes Waſſer war wonach dann auch der Einfuhrzoll modificirt wird und unter lavée verſtehen ſie nur die fabrik⸗ maͤßig mit Alkalien oder Seifen gewaſchene Wolle. Die franzoͤſiſchen Producenten verkaufen ihre Wolle groͤßtentheils ungewaſchen(en suint). Nach neueren Analyſen iſt Suint der ſeifenartige Beſtandtheil des Wollfettes, der ſich deshalb mit bloßem Waſſer auswa⸗ ſchen laͤßt. Dann bleibt aber noch ein blos fetter Be⸗ ſtandtheil zuruͤck, der erſt durch Alkalien ſeifenartig ge⸗ macht werden muß, bevor er ſich in Waſſer aufloͤſet und dieſer iſt, was ſie Surge nennen. Man kann eben ſo wohl ſagen: der Fettſchweiß iſt eine Seife, die aber zu wenig Alkali beſitzt, der alſo dieſes noch zugeſetzt werden muß, um ſie voͤllig aufloͤsbar zu ma machen, was in der Fabrikwaͤſche geſchiehet.

Was die Verf. uͤber die Entſtehung und Ent⸗ wickelung des Haars ſagen, iſt zwar voͤllig richtig und ſtimmt mit den Unterſuchungen uͤberein, die ſcharfſin⸗ nige Phyſiologen daruͤber angeſtellt haben. Seine aͤußere Scheide nimmt es bei dem Durchbruche von dem Ober⸗ haͤutchen an und dieſe iſt eine Fortſetzung des letzteren. Die Noͤhre im Haar iſt augenſcheinlich; das Haar iſt aber auch ohne allen Zweifel ein organiſcher Koͤrper, der von innen ernaͤhrt wird, ein Pflanzenleben aber

kein thieriſches, keine Empfindlichkeit hat.(Wenn