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freilich koſtbar wird.— Die Fuͤtterung von Nr. 3. iſt, nach dem, was im Vorigen Seite 52. und 54. davon geſagt, die rathſamſte, wenn ſie auch kaum den Reinertrag der andern lieferte. Wird ſie noch um 5 Pfd. Heu oder Surrogat vermehrt, ſelbſt ohne dabei die Seite 54. an⸗ gegebene Modifikation wegen Zulage von 3 Pfd. Heu anzubringen, ſo iſt ſie fuͤr meine ſtaͤrkſten Hammel ausreichend, wovon dabei 20 Stuͤck gut ¼ mehr Wolle liefern werden als die 20 Erſtlinge. Bei traͤchtigen Mutterſchaafen iſt dagegen eine Vermehrung um 10 Pfd. Heu(durch die naͤhrenden Beſtandtheile, nicht durch das Volum) nothwendig, wenn daraus auch nicht mehr Wolle als von den Erſtlingen producirt wird. Man giebt dies einzig und allein in Ruͤckſicht auf die Vermehrung und Verbeſſerung der Zucht. Bei der Winterfuͤtterung dieſes Jahres kam, im Durchſchnitt die ganze Schaͤferei(vergl. Seite 47. und vorſtehend)
1) auf den Kopf taͤglich an Heu und beſſen Surrogat..... 1,19 Pfd. an Stroh 2,14, und da hierbei etwa Gerſtenſtroh, auch dieſes Stroh auf Heu reducirt, circa.. O0/,535* (0,32 aus Winterſtroh, 0,23 aus Gerſtenſtroh) 1,74 ⸗
2) auf 20 Stuͤck alſo pptr. Heu und deſſen Surrogat(incl. Erbsſtroh) 23,80 und Stroh 42,80, und auch dies auf Heu reducirt 11,00, alſo im Ganzen Heu 34,80 Pfd.
Bei der Verſuchsfuͤtterung iſt alles das, was auf 20 Stuͤck gereicht wurde, nach Seite 52. ungefaͤhr angeſchlagen zu reſp. 28, 28, 38 und 26 Pfd. Heu fuͤr die lſte, 2te, 3te und 4te Partie. Die Winter⸗Durchſchnittsfuͤtterung iſt mithin um faſt 4 ſtaͤrker als die Fuͤtterung der 1ſten, 2ten und 4ten Partie; da nun aber Jaͤhrlinge, Erſtlinge und einiges anderes guͤſtes Vieh nicht ſo viel erhielt, als der Durchſchnitt giebt, ſo koͤnnte das dieſen guͤſten Viehſorten gegen den Durchſchnitt Entzogene den tragenden Mutterſchaafen, und theilweiſe auch den alten Hammeln(uͤber den Durchſchnittsſatz) zugelegt und gereicht werden. Die Mutterſchaafe be⸗ zahlten jene Zulage durch Wolle nicht, denn ſie gaben weniger als die Verſuchs⸗Erſtlinge, ſondern blos durch die Zuzucht der Laͤmmer; die aͤltern Hammel aber bezahlten ihre Zulage durch Wolle, deren ſie ¼ mehr lieferten als die Erſtlinge und noch daruͤber(uͤber 4 naͤm⸗ lich), im Vergleich mit Jaͤhrlingen, tragenden und guͤſten Schaafen. Dies lag und liegt aber viel weniger an der gereichten Futter⸗Quantitaͤt, als an der Kraft und Groͤße des Koͤrpers ſolcher Thiere, die dem Wollbeſatze mehr Raum darbieten, als kleinere Individuen.
Daß dabei die Race den Wollreichthum beſtimme, bleibt hier ganz unbeſtritten und gehoͤrt nicht hierher, indem ich blos von meiner Art des Viehes rede und bei meinen Verſuchen nur dieſe im Auge haben kann. Uebrigens zweifle ich um ſo weniger, daß Escurials⸗Muͤtter, Jaͤhrlinge, Erſtlinge im Durchſchnitt von 100 Stuͤck 12 bis 13, ja an 14 Stein, und aͤchte Negrettis dieſer Arten gar von 12 bis an 16 ſchwere Stein Wolle liefern können, als ich dies Quantum von erſteren in kleinen gut gehaltenen Partien ſelbſt gehabt und ſonſt von andern Orten her ſichere Nachricht daruͤber erhalten habe; indeß weiß ich auch, daß ſolche Schuren nur ſelten, unter beſonders guͤnſtigen Localitaͤten oder zufaͤlligen Um⸗ 8*


