— 35— uns vornaͤmlich die Koͤrnerfuͤtterung erwieſen hat. Beides haben mir nicht blos meine
Verſuchsfuͤtterung, ſondern auch zu gleicher Zeit Fuͤtterungen weit mehr im Großen beſtaͤtigt.
4) Vergleiche ich den gegenwaͤrtigen Verſuch mit denen fruͤherer Jahre, ſo finde ich, daß in
Ruͤckſicht auf Wollproduction gegenwaͤrtig, bei uͤbrigens demſelben Futter(beſonders am Stroh), 7 Pfd. Heu eben ſo viel leiſteten, als im vorigen(1824) Jahre 10, ja 20 Pfd. Heu. Im Jahre 1823 that daſſelbe Futter bedeutend( bis †) mehr, und im Jahre 1822 gaben 7 Pfd. Hafer ein Paar Pfd. Wolle mehr als jetzt, 1825, 7 Pfd. Heu. Es reſultirt aus der Betrachtung des jetzigen Verſuchs in ſich, wie beſonders aus deſſen Zuſammenſtellung mit fruͤheren Verſuchen eben das, was ſich ſchon aus letz⸗ tern mehrmals ergab, daß Wollproduction von Fuͤtterung nur wenig abhaͤngig iſt, daß, wenn man einen Abſchlag gegen das Gewoͤhnliche, oder eine Vermehrung bewirken will, die Nahrung der Thiere entweder(im erſtern Falle) ſchon be⸗ traͤchtlich und ſo verringert werden muß, daß die Koͤrper dadurch lei⸗ den, oder(im 2ten Falle) uͤber das Mittel hinaus außerordentlich ver⸗ mehrt werden muß, wie man es nur unter ſehr ſeltenen Umſtaͤnden fuͤr vortheilhaft erachten wird. Es gehoͤrt dazu ein Maſtfutter, das ſich, wo es nicht aus Fa⸗ brik⸗Abfaͤllen erfolgt, bei Schaafen noch viel ſeltener, als ſonſt in anderer Vieh⸗ maſt, bezahlt. Ich werde hierzu im naͤchſten Jahre noch einen Verſuch liefern, der ſich vornaͤmlich dem vom Jahre 1822 anſchließen ſoll. Amt Petersberg, im Juni 1825..
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