— 50——
9) Die Trankwaſſer⸗Angabe gruͤndet ſich auf verſchiedene genaue Beobachtungen uͤber das Conſum, wonach in 10 Tagen durchſchnittlich von der 1ſten und 2ten Partie 208 Maaß, und von der 3ten und 4ten Partie 296 Maaß, alſo taͤglich reſp. 20 ½ und 29 ¾ Maaß, oder à Maaß 2 Pfd. 14 Lth., 50 und 72 Pfd. eingenommen wurden. Leider konnte ich nicht wohl jeder Partie einen abgeſonderten Trog zum Waſſer geben, ſondern es bekamen immer nur 2 Partien, die 1ſte und 2te, die 3te und 4te einen Tranktrog, wie es auch in fruͤheren Jahren der Fall geweſen war. Die 3te und 4te Partie nahmen wohl jede gleich viel Waſſer zu ſich, weil ſie in ein und demſelben Stalle ſtanden und ziemlich gleich trockne Nahrungsmittel empfingen; die 2te Partie brauchte aber gewiß weit weniger Waſſer, ſowohl als dieſe, als auch beſonders als die 1ſte, mit ihr in einem Raume befindliche Partie, weil ſie in den ihr gereichten 26 Pfd. Kartoffeln ſchon ſo bedeutend Waͤſſerigkeit(circa 18 bis 20 Pfd.) zu ſich nahm. Daraus er⸗ klaͤrt es ſich denn auch zur Genuͤge, warum die 1ſte und 2te Partie taͤglich 22 Pfd. Waſſer weniger forderte als die 3te und 4te Partie. Legt man davon dem 1ſten Schurze 10 Pfd. bei, ſo ſteht er dem 3ten und 4ten Schurze ziemlich gleich, mit taͤglich 35 Pfd., und nimmt man dieſe 10 Pfd. der dem 2ten Schurze im Vorſtehenden zugetheilten Waſſerquantitaͤt von 25 Pfd. taͤglich ab, ſo bleiben ihr nur 15 Pfd. reines Waſſer. Dazu nun aus den Kartoffeln 20 Pfd. Feuchtigkeit, macht 35 Pfd. in Summa, alſo ziemlich genau ſo viel, wie andere Partien in dieſem und andern Jahren conſumirten. Nur im 1ſten Jahre meiner Verſuchs⸗Fuͤtterung war der Waſſerverbrauch bei den erſteren Parkien bedeutend ſtaͤrker(vergl. Seite 10 bis 13.), weil ſie in warmen Staͤllen eine erhitzende Nahrung durch Erbſen erhielten, dabei aber auch von dem gereichten Waſſer viel in Duͤnſte aufgeloͤſet werden mochte, mithin auch nicht alles, wie es gereicht, von dem Vieh verſchluckt wurde.
10) Was die nach verſchiedenen Beobachtungen und ſorgfaͤltigen Anzeichnungen gefundenen Ueberbleibſel vom Futter betrifft, ſo fand ſich:
a) bei der 1ſten und 2ten mit geringer Maſſe genaͤhrten Partie davon ſo wenig, daß es, wie im Jahre 1823, nicht der Muͤhe werth war, dabei etwas anzumerken. Nur von den haͤrteſten Stroh⸗ und Kleeſtengeln lagen zuweilen noch 2 bis 4 Loth da, ſonſt waren ſie, wie der Haͤckſel, rein verzehrt. Das was verſchleppt und in den Duͤnger getreten wurde, kann ich, wie fruͤher, taͤglich bei jeder dieſer beiden Partien auch nur zu ¼ Pfd. auf alles Futter(17 Pfd. Klee und diverſes Stroh) anſchlagen, wegen der vollkommenen Einrich⸗ tung der Raufen.
b) Dagegen ließen die 3te und 4te, mit ſo großen Strohmaſſen wie noch nie(28 bis 35 Pfd., dagegen ſonſt immer nur 10 Pfd. auf den Schurz) genäͤhrten Partien davon, wie zu erwarten war, ſehr viel uͤbrig, und zwar: 3
aa) der 3te Schurz vom Haͤckſel ¼, ¾, 1, 1¼ bis 1 ¾ Metze, vom Erbsſtroh 2, 3,
4 bis 5 Pfd., vom Gerſtenſtroh 1 ½, 2 bis 3 Pfd., vom Heu ſelten ein Paar Loth,


