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Hiernach folgt, daß das Jahr 442 ¾ fuͤr die Woll⸗Erzeugung bei der kraͤftigſten Fuͤtterung
das ſchlechteſte, das Jahr 182 aber bei der ſpaͤrlichen Fuͤtterung das beſte war(ſ. pag. 47.). Das Plus an Wolle der 4ten Colonne gegen die 3te kann ich nicht anders, als aus der bei der 4ten Colonne ſtattgefundenen Kleefuͤtterung erklaͤren, welche ſich verſchiedentlich beſſer als Hafer⸗ und(bei der 3ten Partie im J. 1822) als Erbſen⸗Futter zeigte.— Uebrigens erſcheint die ſehr reichliche Nahrung(wie die erſteren Schurze ſie empfingen) und namentlich im erſten Jahre, als die am wenigſten vortheilhafte und, wo nur die Ruͤckſicht auf Wollgewinn entſchei⸗ det, als die verwerflichſte und unzweckmaͤßigſte. Die Mittelſtraße bewaͤhrt ſich auch hier als gut.
Amt Petersberg, 1824.
Beim diesjaͤhrigen Schaafſchneiden ſchoren die Arbeiter nach Verſchiedenheit ihrer Geſchick⸗ lichkeit in der Zeit von 6 Uhr Morgens bis 6 Uhr Abends, oder nach Abzug der Eſſenſtunden, in etwa 9 Arbeitsſtunden, 25, 30, 35 bis 40, ja ſelbſt 50 bis 60 Stuͤck durch alle Viehſor⸗ ten. Das Gewoͤhnliche war aber nur 30 bis 35 Stuͤck, à mit etwas uͤber 2 Pfd. Wolle. Das Lohn betrug, wie bisher uͤblich war, pro Stuͤck 6 Pf.
Notiz uͤber Ergiebigkeit der Wollſchur folgender Jahre. 1) Im Jahre 1822 abgeſchnitten von:
1) 141 Stuͤck Verſuchs⸗Erſtlingen....... 301 Pfd.= 13 St. 15 Sf 51„ dergl. nach Verhaͤltniß jener...... 109„= 4 21 von 195 Stuck 18 St. 14 Pfd. 2) 112 Stuͤck Verſuchs⸗Jaͤhrlingenn. 214„= 9„, 16 ⸗ 59 ⸗ dergl. nach Verhaͤltniß jener 112„= 35„ 2 o⸗
von 171 Stuͤck 14 St. 18 Pfd. 3) 310 Stuͤck alten(uͤber Sjaͤhrigen) Merzſchaafen 40„ alten Hammeln, incl. 4 Boͤcke von 350 Stuͤck 29 St. 6 Pfd. 713 Stuͤck im Ganzen lieferten.... 1380 Pfd. oder 62 St. 16 Pfd. Mithin im Durchſchnitt von circa 112 Stuͤck 1 Stein, der von 100 Stuͤck etwa 8 ½ Stein. Die Schur war folglich gar nicht ergiebig, was theils darin liegt, daß viel altes Merz⸗ vieh geſchnitten wurde, wobei ziemlich 13 Stuͤck auf 1 Stein kamen, theils darin, daß der Winter von 1821 zu 1822 allzu gelinde war, da nach aͤltern Beobachtungen die Wolle in ge⸗ linden Wintern nicht beſonders waͤchſt oder wiegt. Die Wolle befand ſich im Ganzen 359 Tage auf dem Vieh, vom 14ten Mai 1821 bis 7ten Mai 1822.
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