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Beitrag zu Thaers Theorie über das Verhältniß der Ernten zur Fruchtbarkeit des Bodens / Vom Herrn Ritter v. Riese
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Witterung des Jahres 19821.

Wegen Duͤrre des Herbſtes kamen, da es erſt mit x Oktober zu regnen anfing, alle Winter⸗ ſaaten ſchwach und ſchütter, nur der Winter-Weitzen und das Winterkorn erholten ſich ziemlich unter dem Schnee, der Ruͤpſen wurde beinahe durch- und ausgegohren. Ende Maͤrz, April bis 6ten Mai war warm und fruchtbar, aber mehr trocken als feucht; am 6ten Maͤrz fingen frucht⸗ bare Regen an und es blieb warm bis zum I1ten. Der Regen dauerte fort mit weniger Un⸗ terbrechung bis im Oktober. Eben ſo aber blieb es beinahe durchaus fuͤr die Jahreszeit ſehr kalt. Das Korn litt ſtark in der Bluͤthe, gegen 2oſten Juni litten die Erdaͤpfel durch theilwei⸗ ſes Abfriern des Krautes, und der Hafer, beſonders auf den leichten und ſchwachen Feldern, wurde ganz roth. Die mittlere Mittagswaͤrme im Schatten gegen Oſten war,

3 im Mai 118˙, Juni 1133*, Juli 1334˙,

in Moͤglin 1816⸗ 11 ¾ 142, 1534˙,

Kamena 1821 Auguſt 14, Septbr. 13 8, Oktober 85˙,

Moͤglin 1816 143. 13⁵⁵⁸ 88☛☚☛, Ungeachtet dieſer dem Anſchein nach aͤußerſt unguͤnſtigen Witterung war doch im Weitzen und Hafer die Ernte wie mittelmaͤßig, in allen uͤbrigen aber darunter. Im Allgemeinen gab es viel Stroh und wenig Koͤrner. Beſonders litt durch die Kaͤlte und Naͤſſe der Sommerraps, deſſen Koͤrner groͤßtentheils nur zu Sand eintrockneten, der Saamenklee war ſo taub, daß vermoͤge Probe die Fuhre kaum 5 Pfund ſchuͤttete. Beſonders iſt aber, daß wenig Weitzen in Ernte ausgewachſen iſt. Das Jahr uͤberhaupt hat am meiſten Aehnlichkeit gehabt mit 1815 und 1816.