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Über große und kleine Wirthschaften und über Werthschätzung des Bodens / von A. Thaer
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( 243) ohne Muͤhe und im Wohlleben nicht ſelten ſehr be⸗ traͤchtliches Vermoͤgen ſich erwarben.

Wenn nun gleich die Lage der eigentlichen Koͤ⸗ nigl. Bauern ungleich beſſer, ihr Thaͤtigkeitstrieb durch die freie Benutzung der Grundſtuͤcke nicht geradezu gehemmt, und Duͤrftigkeit nicht ganz allgemein war, ſo brachten doch die in Gemein⸗ ſchaft liegenden Gruͤnde, die zerſtuͤckelten, unein⸗ gefriedigten Felder nicht den Erttag, den ſie haͤt⸗ ten bringen koͤnnen denn nur wenig nach Ver⸗ haͤltniß des Areals konnte der Bauer zum Verkauf eruͤbrigen; daher denn auch nur bei den ſeparirten Marſch und Kuͤſtenbewohnern im Allgemeinen Wohlſtand zu ſinden war. Doch die Aufhebung der Leibeigenſchaft, der ſich zur gleichen Zeit ver⸗ mehrende Handelsverkehr brachte eine gluͤckliche Veraͤnderung in dem agrariſchen Syſteme her⸗

oor. Der ſeegensreiche Erfolg des durch Zufall

in dem Hollſteiniſchen bekannt gewordenen Mer⸗ gelns welches mehr als zehnfachen Ertrag gewinnen laͤßt, und die ſterilſten Gegenden in fruchtbare Aecker umwandelt neben einem ſehr geſuchten vortheilhaften Abſatz aller Produkte, ſetzte den Thaͤtigkeitstrieb eines jeden Landmanns in Bewegung. Auf den adelichen Guͤtern wurde durch Aufhebung der Frohndienſte eine foͤrmliche Q 2