Druckschrift 
Über große und kleine Wirthschaften und über Werthschätzung des Bodens / von A. Thaer
Entstehung
Einzelbild herunterladen

theraa⸗

ung de nir ſehe 2: außer Staat r m. E. der ar⸗ gegen die Jer⸗ d, wird dder Fil⸗ dehr be⸗ unn es i9 und

ver⸗

wacht

gie ich ne ge⸗ iſt ptung kigen⸗ ſe We⸗ den aͤndet

(232)

ſeyn. Durch die Koppelwirthſchaft lernte man

dort erſt den Werth des Grundes und Bodens ken⸗

nen, den man vorhin wenig achtete, und ihn viel⸗

leicht in zu großen Maſſen den Bauern uͤberließ. Da es nun in der freien Willkuͤr der Gutsherrn

ſtand, ihre Bauern zu legen, d. h. ihnen das

Land ganz abzunehmen, ſo waren ſie freilich uner⸗ ſaͤttlich darin. Aber hier im Daͤniſchen durfte das, zum Gluͤck fuͤr die Gutsbeſitzer ſelbſt, nicht geſche⸗ hen. Umlegen konnten ſie ihre Bauern, aber nicht legen, und mußten ihnen am Werth wieder⸗ geben, was ſie hatten.

Sie ſagen mir, man bezweifle dort den Wohl⸗ ſtand unſerer verkoppelten Bauern, den ſie doch vor ſechszehn Jahren ſo aufbluͤhend gefunden haͤt⸗ ten, und man berufe ſich daruͤber auf gewiſſe Nach⸗ richten. Ich kann nur den Wohlſtand unſerer Bauern mit Bewunderung anſehen, wenn ich die Laſten bedenke, welche ſie jetzt zu tragen haben. Wo hier im Lande der Bauer arm iſt, da iſt er es

nur noch aus den Zeiten der Leibeigenſchaft und

der Frohndienſte her, und man findet dies faſt nur in den ſchlechten Haidegegenden, wo der Bauer ſich auf ſeinem Eigenthume nicht hat aus der Armuth herausarbeiten koͤnnen; beſonders in den letzten Jahren, wo hier wie in allen Ländern