2₰
Arbeit. 5 Werthsangaben und Berechnungen. Die Reduction auf
Geld kann, wo ſie noͤthig iſt, allenthalben nach dem Durchſchnittspreiſe des Roggens geſchehen.
18.
Der Tagelohn eines Mannes bei kunſtloſer, unan⸗ geſtrengter laͤndlicher Arbeit ſchwanket in verſchiedenen Gegenden und Zeiten zwiſchen 3 und 5 ✕α. Wo er ge⸗ ringrr oder hoͤher iſt, treten ganz beſondere Umſtaͤnde
ein, die es wieder ausgleichen. Als das mittlere und
gewoͤhnlichſte kann man 4 ✕ d. h. ½ Scheffel Roggen annehmen. Der Tagelohn eines Weibes und ſchmaͤche⸗ ren Menſchen ſchwankt zwiſchen 2 und 4 ✕α, und das mittlere und gewoͤhnliche iſt 3.✕α. Nauh Gelde ſcheint
die Ungleichheit viel groͤßer.
19.
Da man den Arbeitslohn, ſo wie alle Preiſe, in Gelde zu beſtimmen gewohnt iſt, ſo ſteigen und fallen die Preiſe zwar nicht gleich mit dem temporairen Markt⸗ preis des Getreides. Allein dieſe Abweichungen gleichen ſich bald wieder aus, und wenn der Arbeitslohn eine Zeitlang in zu geringem Verhaͤltniſſe gegen den Getreide⸗ preis geſtanden hat, ſo ſteigt er wieder daruͤber hinaus; was noͤthig iſt, damit die Arbeiter ſich erholen und das
Zugeſetzte wieder anſchaffen koͤnnen.


