ſpürt den Mangel an Dünger. Man hat angefan⸗ gen die Brache zum größten Theile zu beſtellen, aber ohne größeren Düngerſtand den Boden deſto ſtärker erſchöpft und mit Unkraut verwildern laſſen. Bey dem gewöhnlichen alten Gange der Dinge wird alſo
die Produktion gewiß nicht ſtärker werden; wie ſie
es müßte, wenn nicht über lang oder kurz Mangel entſtehen ſoll,
Die Wirthſchaftsverbeſſerungen, welche man an einzelnen Orten gemacht hat, ſind viel zu unbedeu⸗
tend für das Ganze. Sie ſind, als Beyſpiele, von
Wichtigkeit— aber man muß die Sache noch anders angreifen, wenn ſie genug würken ſollen.
Es giebt manche ſonſt vernünftige, aber ſo ver⸗
ſtädterte Menſchen, daß ſie die Wirkung eines ver⸗
beſſerten Ackerbaues gar nicht einſehen können. Sie geben es zu, daß man durch mehrere Düngung und Bearbeitung zwey oder drey Einſaatmaaß vom Acker mehr erhalten könne; aber das ſcheint ihnen unbe⸗ deutend. Schon der Ertrag eines Saatmaaßes
mehr iſt von großer Wichtigkeit für das Ganze, ſo
bald er allgemein iſt. Geſetzt man habe in einer Pro⸗ vinz oder einem Diſtrikte bisher im Durchſchnitt fünf⸗ fältig geerndtet, und das habe für den Bedarf von ei⸗ ner Million Menſchen zugereicht. Man bringt es nun dahin, nur um eins mehr zu erndten, ſo giebt dies Nahrung für 2350,000 Menſchen mehr; denn die
Einſaat muß in beyden Fällen abgehen. Vermehrt
man die Erndte um ſo viel, ohne daß ſich die Men⸗
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