Teil eines Werkes 
2. Bandes, 2. Abtheilung (1834) Die landwirthschaftliche Betriebslehre
Entstehung
Einzelbild herunterladen

ut, wenn jſchaf Ab ülfe auz

nt werden t, daß d die Regl dnung un , die Ae cht bedar g des d theilung i

n Venjite

Abſatz d Erhaltung theilbartet d, je gü⸗ Bevölkerun eben wonden ezu verther die Unthei⸗ azerdem die der Beyl⸗

tſchreitede

ß es vor⸗

der Güttt ndere Be⸗ Beſande

hergeſtll

Kind iberal

b zu wün ften enhe⸗

1 7

§. 29. Dabei darf angenommen werden, daß es fuͤr den Nationalwohlſtand und das Fortſchreiten der Cultur in den meiſten Verhaͤltniſſen am wuͤnſchenswertheſten iſt, wenn ein bedeutender Theil der culturfähigen Bodenflaͤche in Guͤter von mittlerer Groͤße vertheilt iſt.

Den ſehr großen Gütern legt man mit Grund zu Laſt, daß da⸗ bei ſelten eine ſo vollkommene Bewirthſchaftung ſtattfinden kann, und alſo auch verhältnißmäßig nicht ein ſo hoher Bodenertrag, als bei

Gütern von mäßigerem Umfange, wenn ſchon jene den Vortheil der

Arbeitstheilung und mancher andern Erſparniſſe für ſich haben, wel⸗ cher jedoch allein ſchon durch die zu große Eutfernung eines Theils der Grundſtücke vom Hofe wieder aufgewogen wird. Der Nachtheil

großer Güter tritt um ſo mehr hervor, wenn es an dem zur rationel⸗

len Bewirthſchaftung nöthigen Betriebscapitale und der dazu erfor⸗ derlichen Intelligenz fehlt.

Durch eine ſehr weit gehende Vertheilung des Grundeigenthums da⸗ gegen mag zwar bis zu einem gewiſſen Grade eine ſtärkere Natural⸗ production erreicht werden, allein die Zahl der Staatsbürger, welche in einem zu einem zufriedenen Leben nothwendigen Zuſtande mäßiger Wohlhabenheit ſich befinden, wird dabei immer mehr verringert, die Zahl der bedauernswerthen und am Ende gefährlichen ärmeren Claſſe aber dadurch ſehr vermehrt. Haben dieſe Folgen einen gewiſſen Grad erreicht, dann ſteht wegen der Armuth der kleinen Grundbeſitzer und der Nachtheile, welche von der bis ins Kleinſte gehenden Zerſtücke⸗ lung herrühren die Vermebrung der Production ſtille, ja ſie geht nun ſelbſt häufig wieder zurück und eine Menge gefährlicher, nun⸗ mehr ſchwer oder gar nicht mehr zu beſeitigender Inconvenienzen tritt ein. Die bereits vorliegenden Beiſpiele mehrerer Staaten ſollten darum hinreichen, die Regierungen aufzuklären, daß es eine Illuſion war und iſt, das Wohl des Staates durch möglichſte Beförderung der Theilung des Grundeigenthums und der Vermehrung der Be⸗ völkerung zu erzielen.

Daß übrigens in ſchwach bevölkerten Gegenden, worin eben deß⸗ halb, und wegen der noch auf ſehr niederer Stufe ſtehenden Cultur, die Güter, nach Verhältniß des Capitalvermögens und der Intelli⸗ genz der Beſitzer, zu groß ſind, das Streben nach Vermehrung der Bevölkerung und Verkleinerung der Güter, bis zu einem gewiſ⸗ ſen Grade, am rechten Paatze ſey, verſteht ſich eben ſo wohl von

Pabſt Landwirthſchaft II. 2. 2