Teil eines Werkes 
2. Bandes 1. Abtheilung (1839) Specielle Pflanzenproductionslehre
Entstehung
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der Race, wovon die maͤnnlichen Zuchtthiere genommen werden, bis ſie endlich von derſelben nicht mehr oder kaum noch zu unterſcheiden iſt.

§. 30. Bei der Paarung von Thieren verſchiedener Race iſt in den erſten Generationen gewöhnlich nur ein Theil der Nachzucht ein eigentliches Mittelding zwiſchen den

gekreuzten Racen, ein anderer Theil hat in der Regel mehr

vom Vater, und wieder ein anderer Theil mehr von der Mutter oder reſpective Grosmutter geerbt, man nennt dieß: das Thier iſt mehr auf den Vater oder die Mut⸗ ter zurückgeſchlagen. Als Ruͤckſchlag bezeichnet man vorzugsweiſe jedoch diejenigen Individuen, welche bei Kreuzungen oder gar bei der Paarung von Meſtizen unter ſich auf die Voreltern der unedleren, ſchlechteren Race zu⸗ rückſchlagen, d. h. dieſer vorzugsweiſe aͤhnlich geworden ſind.

§. 31. Mit der wie vielten Generation man ſo weit gekommen iſt, daß man die Nachkommen der auf die in§. 29 angedeutete Weiſe mit männlichen Race⸗ thieren fortgezüchteten weiblichen Meſtizen als gleich mit der zu erſtrebenden Race betrachten und unter ſich paaren darf, ohne weſentlichen Ruͤckſchlag auf die urſprüngliche Race von der mütterlichen Seite befuͤrchten zu muͤſſen, läßt ſich nicht feſt beſtimmen, da dieß Ziel um ſo langſa⸗ mer erreicht wird, je groͤßer der Unterſchied unter den ge⸗ kreuzten Racen war, auch die Natur einer Thierart lenkſa⸗ mer in dieſem Stücke zu ſeyn ſcheint, als die Natur ande⸗ rer, und da ferner noch manche Umſtände hiebei einwirkend ſind, wie beſondere Vererbungsfaͤhigkeit einzelner Zucht⸗ thiere, Ausſchließung einzelner mehr auf die muͤtterliche Race zurückgeſchlagenen weiblichen Zuchtthiere und derglei⸗ chen mehr.

Bei den Schweinen und dem Rindvieh iſt jenes Ziel meiſtens eher erreicht, als bei Pferden und hochfeinen Schafen. Oft iſt

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