Teil eines Werkes 
[Hauptbd.] (1834) Vorlesungen für Pferde-Liebhaber. [Hauptbd.]
Entstehung
Einzelbild herunterladen

9

274 8

dazu mur ein Seil von 20 24 Schuh Länge; zwei Männer sind hinreichend, um das Pferd zu werfen, der Gehülfe steht am Hopf und hält die Zügel und das Ohr, der andere steht an der Schulter der Seite, auf welche das Thier fallen soll; durch das Anziehen des Stricks gleitet das Thier an seinem Bauche hinab, und fällt so nicht mit seiner gan- zen Gewalt zu Boden. Das We- sentliche dieser Methode besteht darin, dass verschiedene Rnoten angebracht sind, welche einmal zugezogen, nicht wieder aufgehen. Der auf dem Buge liegende Dop- pel-Rnoten hat oben eine ganz einfache, unten aber eine sich

Fig. 18.

schliessende Schlinge(noeud- d'arrét). Am linken hintern Fessel ist eine chirurgische Schlin- ge, wie man sie beim Schliessen der Aderlassöffnung zu machen pflegt (noeud de la saigné). Ueber dem Doppelknoten,(mitten auf der Schulter) liegt ein unbeweg- licher Knoten(noeud immo- bile), um den rechten hintern Fessel geht das Seil doppelt her- um, und am Widerriss ist der letzte einfache Knotep. In Fig. 16 ist das Pferd bereit gewor- fen zu werden, in Fig. 17 liegt es am Boden und ist vollends ge- fesselt.

Ein Pferde-Mess, nach Faust und Zollen eingetheilt.