Teil eines Werkes 
[Hauptbd.] (1834) Vorlesungen für Pferde-Liebhaber. [Hauptbd.]
Entstehung
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Einleitung.

Erste Vorlesung.

Skizze der Naturgeschichte der zur Eferdegattung gehörigen Thiere.

Die Naturgeschichte der Thiere beschäftigt sich mit der Eintheilung und Beschreibung derselben, mit ihrer Lebensart, ihrem Nutzen oder Schaden u. s. w.; sie gibt somit die Passendste Einleitung zu einer genauern Betrachtung eines Thiers, wie sie in den nachfolgenden Blättern statt findet.

Bei der Eintheilung der, mit willkührlicher Bewegung begabten Wesen, insgemein Thiere genannt, haben die Naturforscher diejenigen derselben, welche Zitzen besitzen, an welche sie ihre(lebend gebornen) Jungen säugen, zusam- mengestellt und Säugethiere genannt.

Diese Klasse des Thierreichs enthält die vollendetsten Geschöpfe, wie denn selbst der Mensch, seiner körperlichen Beschaffenheit nach, in diese Klasse ge- hört. Aulfser jenen unwesentlich scheinenden Organen der Milchbereitung, stim- men jedoch die Säugethiere noch in mehreren wesentlichen Charakteren über- ein; alle besitzen nämlich eine Wirbelsaule, d. h. einc vom Kopfe bis zum Schwanz reichende Reihe von Wirbelknochen die das Rückenmark einschlies- sen, ein in vier Höhlen getheiltes Herz, rothes Blut von bestimmtem Wärme- grad(nicht über 32 R.), und freie Lungen in der Brusthöhle, welche durch eine muskulöse Scheidewand, Zwerchfell, von der Bauchhöhle getrennt ist. Die meisten Säugethiere haben einen behaarten Körper und vier Fülse, mit nie mehr als 5 Zehen, einen häutigen Magen und Darmkanal, mit Leber, Milz und Spei- cheldrüsen, günstig entwickelte Sinnesorgane und ein in seinen Theilen sehr ausgebildetes Gehirn; sie sind alle setrennten Geschlechts und haben symme- trisch gebildete Zeugungsorgane.

s. Tab. III. A bie E.