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Ob ich gleich dieſe Art der Aufbewahrung auch vergra⸗ ben nenne, ſo werden hierbei doch eigentliche Gruben nicht gemacht, ſondern die Kartoffeln werden faſt auf der platten Erde aufgeſchuͤttet. Man ſticht hoͤchſtens die gelockerte Acker⸗ krume auf, damit man einen feſten Grund erhaͤlt und legt die Erde an den Seiten auf. Die beſte Form dieſer kleinen Vertiefungen iſt die laͤnglicht viereckige.
Nach dieſer kleinen Vorbereitung ſchuͤttet man die Kar— toffeln hier auf und bringt ſie in ſolche Haufen, die die Form eines Daches haben. Gegen den Froſt verwahrt man ſie mit Stroh, welches man ziemlich ſtark auflegen muß, indem es allein den Froſt abzuhalten im Stande iſt. Nachdem die Kar— toffelhaufen uͤberall gleichmaͤßig mit Stroh belegt ſind, ſticht man ringsumher ſo viel Erde aus, daß ſie einen Fuß hoch auf dem Strohe zu liegen kommt. Durch dieſes Ausſtechen der Erde entſteht um die Haufen ein kleiner Graben, in welchen die Winterfeuchtigkeit den Kartoffeln unſchaͤdlich ſich anſam⸗ meln kann.
Die Erde um den Haufen ſchlaͤgt man mit einer ſoge⸗ nannten Flurklatſche, oder mit einem eigends dazu gemachten Brette, dicht und feſt, und der Haufen iſt fertig. Darum iſt aber reiner Sand zu der Verfertigung eines ſolchen Haufens nicht brauchbar, weil er ſich nicht dicht ſchlagen laͤßt, und weil er ablaufen und vom Winde weggewehet wuͤrde, wenn er ausgetrocknet waͤre.
Es glaubt vielleicht mancher, dem es erinnerlich iſt, wie tief der Froſt im Jahre 1803 in den Boden gedrungen war, daß die Kartoffeln in ſolchen Haufen, wo ſie nach meiner An— weiſung nur eine ſchwache Bedeckung von Erde erhalten, bei ſtarkem Froſt erfrieren muͤßten. Denn in dem erwaͤhnten Winter war der Froſt uͤber eine Elle tief in die Gruben ein⸗ gedrungen.
Ich kann aber jedem Zweifler aus meiner und vieler an⸗ dern Menſchen Erfahrung verſichern, daß die Kartoffeln in den eben beſchriebenen Haufen, wenn ſie nur recht ſorg— faͤltig von unten und von den Seiten mit Stroh verwahrt


