Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1818)
Entstehung
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aus feuchter Erde genommenen Kartoffeln ſehr unrein ſind und leicht faulen, wenn ſie hoch aufgeſchuͤttet liegen.

Man kann ſich zum ſchnellern Aufnehmen ebenfalls der Huͤlfe des Pfluges bedienen. Man faͤhrt das erſte Mal mit dem Pfluge hart an der Reihe hin, doch ſo, daß man in die ſem erſten Pflugſtreifen keine Kartoffeln umlegt. Zum zweiten Male ſtellt man den Pflug recht tief, und wendet die ganze Reihe herum. Dadurch kommen die Kartoffeln groͤßtentheils zu Tage. Man ſtellt nun Kinder und ſchwache Perſonen an, die ſie aufſammeln. Hat man zu dieſer Arbeit recht trockenes, warmes Wetter getroffen, ſo wird man in einem Tage auf dieſe Art eine große Menge Kartoffeln herausbringen.

Das Aufbewahren der Kartoffeln in Gruben iſt ſehr un ſicher. Bald erfrieren ſie darin, bald verfaulen ſie, oder es zieht ſich bei naſſer Witterung und loſem Sandboden Waſſer in die Gruben.

Hat man gute Keller, ſo ſind ſie da am beſten aufgeho

ben. Selten aber wird der Landmann ſo viel Kellerraum ha ben, daß er darin alle ſeine Kartoffeln bergen koͤnnte. Ich kann aber aus Erfahrung mehrerer Jahre die folgende Art der Aufbewahrung als voͤllig ſicher vor Froſt und Faͤulniß empfehlen.

Man ſucht ſich in der Naͤhe ſeines Gehoͤftes einen trok kenen und erhabenen Platz, am beſten im Garten, jedoch an einer Stelle, wohin man mit dem Wagen kommen kann. Reiner Sandboden darf aber auf dieſer Stelle nicht ſeyn. Am beſten iſt lehmiger Sandboden, oder ſandiger Lehm boden.

Nun uͤberlegt man zuerſt, wie viel man in eine Grube bringen will. Beſſer iſt immer, man legt mehrere Gruben an. Sonſt iſt es gleich. Man kann zehn zwanzig oder dreißig Wispel in eine Grube auf die zu beſchreibende Art bringen. Es dauert aber nur lange, ehe man ſie voͤllig be decken kann, und eben ſo iſt es, wenn man ſie hinein ſchafft, Am bequemſten iſt es zwei, drei bis vier Wispel mit einem Male zu vergraben.

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