Teil eines Werkes 
Zweiter Theil (1818)
Entstehung
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gewoͤhnlich ſchon etwas vom Unkraute, weil dieſes gerade um dieſe Zeit am lebhafteſten waͤchſt.

Habe ich aber ein paſſendes Inſtrument und ein gutes Pferd, ſo kann ich in einem Tage ſechs Morgen Kartroffek land damit ſchwarz machen. Ich kann alſo den Zeitpunkt zu dieſer Arbeit auswaͤhlen, wo gerade das Unkraut eben recht hervorgekommen iſt. Da es aber in meiner Macht ſteht, es in ſo kurzer Zeit zu vernichten, ſo brauche ich es nie ſo he ran wachſen zu laſſen, daß es den Kartoffeln ſchaͤdlich wuͤrde.

Iſt in acht oder zehn Tagen neues Unkraut hervor ge⸗ kommen, ſo wiederholt man die Arbeit eben ſo ſchnell noch einmal, und ſollte es noͤthig ſeyn, ſogar zum dritten Male, oder ſo lange bis die Kartoffeln ſo heran gewachſen ſind, daß ſie behaͤufelt werden muͤſſen.

Das Haͤufeln geht ſchwerer fuͤr daß Pferd. Man kann ſo viel nicht in einem Tage verrichten, wie beim Be hacken. Aber die Arbeit wird auch ſo ſauber, wie ſelten mit der Handhacke. Man muß ſie nur mit Luſt verrichten und muß die Reihen ein paar Mal durchgehen, und die Unkraͤu ter ausziehen, die zwiſchen und an den Kartoffelſtauden ſtehen.

Wie oft habe ich ſchon ſagen hoͤren: ich bauete gern mehr Kartoffeln, wenn ich es nur mit der Arbeit zwingen koͤnnte. Aber gerade dann, wenn die Kartoffeln gehackt werden muͤſſen, iſt der Lein zu jaten und der Hirſen, der Kohl zu pflanzen, ſo daß man oft nicht weiß, was man erſt machen ſoll. Wie willig muß man alſo eine Gelegenheit ergreifen, dieſer Arbeit ſich zu uͤberheben, oder ſie doch mit weit weniger Menſchen haͤnden ausrichten zu koͤnnen.

Wer dies Behacken mit dem Pferde noch nicht geſehen hat und es anfangen will, der ſey nur nicht aͤngſtlich, ſondern beginne die Arbeit in der feſten Ueberzeugung, daß er eben ſo gute Kartoffeln danach ernten werde, als wenn er es mit der Hand verrichtete. Man denke aber ſchon bei der Bear⸗ beitung des Landes zu Kartoffeln darauf, und bereite das

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