ſo muß man gleich bei der Duͤngung darauf Ruͤckſicht nehmen. Ein Drittheil Miſt mehr, wie zu Getreide, muß man in der Regel wohl immer zu Kartoffeln geben.
Das Kartoffelland muß einmal ganz vorzuͤglich be⸗ arbeitet werden. Damit ſich nun aber auch die Arbeit reichlich bezahle, ſo iſt eine ſtarke Duͤngung nothwendig. Nach einer ſolchen keimen alle Unkraͤuter beſſer und leichter; die Kartoffeln geben in gut geduͤngtem Lande beinahe das Doppelte gegen mager geduͤngtes Land; alle folgende Fruͤchte gerathen um ſo beſſer, und man kann danach noch drei, vier bis fuͤnf gute Getreide- und Futterernten halten, wenn man die Fruͤchte in vernunftgemaͤßer Ordnung folgen laͤßt.
Auf thonigem Boden, der mit einem Male eine ſehr ſtarke Duͤngung zu ſeiner Lockerung bedarf, aber dafuͤr auch den Miſt um ſo laͤnger an ſich haͤlt, kann man nach einer ſtarken Duͤngung zu Kartoffeln noch folgende Fruͤchte bauen: I. Gerſte mit Klee, 2. Klee, 3. Weitzen, 4. Wicken oder Erb⸗ ſen und 35. Roggen. Auf Boden, der mehr Sand hat, wie auf ſandigem Lehmboden, der mit Modererde maͤßig vermengt iſt, kann man zwar nach einer ſchwaͤchern Duͤngung ſchon ei— ne gute Kartoffelernte halten. Man darf aber auch nicht dar⸗ auf rechnen, daß man ſo viele Fruͤchte wie auf dem vorigen Boden nach dieſer Duͤngung ziehen kann. Traͤgt der mehr lockere Boden zuerſt nach den Kartoffeln Sommerweitzen, Hafer oder Gerſte mit Klee, zweitens Klee und drittens Rog— gen oder Weitzen, ſo wird man nun auch aufs Neue duͤn⸗ gen muͤſſen.
Wer wegen geringer Miſtvorraͤthe zu ſeinen Kartoffeln nicht ſtark duͤngen kann, aber doch gern recht viele Kartoffeln ziehen will, der wird die Wirkſamkeit des Miſtes dadurch ver⸗ mehren koͤnnen, daß er den Miſt unmittelbar auf die Pflanz— kartoffeln legt, ehe er ſie mit Erde bedeckt. Dies macht man ſo: nachdem das Land zu Kartoffeln voͤllig bearbeitet iſt, faͤhrt man erſt den Miſt auf. Man breitet ihn aus, und ſchreitet nun zum Legen der Kartoffeln. Man giebt einem Jungen eine Harke und laͤßt damit den Miſt immer in diejenige Fur—
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