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auch da, wo dieſe niederſchlagende Erfahrung eintritt, welche glücklicher Weiſe minder allgemein iſt, als jene annehmen, kommt der gemehrte Wohlſtand Aller indirect auch denen zu Statten, welche durch Geldaufwand und ſonſtige Anſtrengun⸗ gen dazu beygetragen haben.
Als eine untergeordnete Urſache der Fortſchritte im Acker— bau möchten denn wohl auch die ſtattlichen Heerſtraßen in An— ſchlag kommen, die nunmehr in verſchiedener Richtung alle Theile der Monarchie durchziehen und der Regierung Friedrich Wilhelm des dritten ein dauerndes Denkmal ſind. Daß fahr⸗ bare Wege den Abſatz der Producte erleichtern, weiß und ſagt ein jeglicher. Seltener indeß beachtet man, daß mancherley directe Hinderniſſe des Anbau's ſie aufheben. Bey ſchwerem Boden nöthigen die tiefen Fahrgieiſen nicht ſelten vom Wege abzulenken und in den anſtoßenden Feldern Verwüſtungen an— zurichten. Bey leichtem aber wird in den Feldwegen der Sand aufgewühlt und über die nächſten Aecker verbreitet. Wenn nun ſchon hierin etwas lähmendes, entmuthigendes liegt, wel⸗ ches die Kunſtſtraße beſeitigt, ſo wirkt ſie zuletzt auch darin günſtig, daß eine bisher unſichere Grenze ſie durch eine be— ſtimmter vorgezeichnete erſetzt. Die Idee einer feſten, unwan⸗ delbaren Begrenzung, möge dieſelbe durch Fels, Berg, Strom oder See, oder auch durch künſtliche Canäle und Landſtraßen erweckt werden, führet überall zu mehr Ernſtlichkeit und Prã⸗
ciſion des Anbau's. Und gehet es hier, wie ſonſt in allen
Dingen: daß ohne feſtes Ziel und End' kein menſchliches Stre⸗ ben jemals zu recht gedeihlichen Erfolgen hilft.
Die Straße von Perleberg nach Berlin durchſchneidet in ihrer neuen Richtung den fruchtbaren Bezirk des Städtchens Nauen. Minder von der Natur begünſtigt iſt die Gegend von Kyritz, weßhalb daſelbſt ein Gut ſehr in die Augen fällt, das neuerlichſt durch Erwerbungen von den benachbarten Dörfern


