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In Perleberg übernachtet. Hier, wie ſchon in Mecklen— burg an mehr, als einer Stelle, hat man in alter Zeit den Backſtein gut bereitet und ſehr verſtändig angewendet. Weiter⸗ hin jedoch, in der alten und mittlen Mark, hat man dieſes Material mit noch größerer Kunſt in Anwendung gebracht, worüber ein vortreffliches Bilderwerk mit Erläuterungen des Dr. Kugler die beſte Auskunft gewährt.
Zu Perleberg genoß ich der Ehre, in dem Bette zu ſchla— fen, das weiland Karl X. auf ſeiner Reiſe von Hamburg nach Prag für einige Stunden eingenommen hatte. Dieſem Umſtande verdankte ich den Vortheil, für dasmal behaglich mich ausſtrecken zu können. Denn es hatte dieſe Bettſtattung eine, für nordteutſche Gaſthäuſer, ungewöhnliche Länge, und war ſie, wie man ungeſäumt mir berichtete, in Erwartung des hohen Gaſtes angelegt und zum Andenken an das ſeltene Er— eigniß in beſtem Stande erhalten worden. Fremde beklagen ſich häufig über die beengte Anlage der deutſchen Betten, die freylich noch immer ſich hier und dort bemerklich macht, indeß auch bey uns mehr und mehr den Fortſchritten des Zeitalters Raum zu geben ſcheint.
Zu Perleberg fehlt es nicht an mancherley Betriebſamkeit; neben dem Handel auch Fabrication, und in der nahen Feld⸗ mark einiger Ackerbau. Der Wirth, ein ſchöner, noch lebens⸗ froher Greis, vereinigte alle dieſe Geſchäftszweige und ſchien durch Thätigkeit und freyes Nachdenken vielfach berufen, auch über Gemeindeſachen ſeine eigene Meinung zu hegen und gel— tend zu machen. Zwar enthielt er ſich pflichtmäßig jeglicher Aeußerung über die Verwaltung der Gemeine, deren Mitglied er ſelbſt war. Hingegen ſprach er, von mir angeregt, mit Freymüthigkeit uͤber die Mißgriffe anderer. Uebereilt war irgendwo ein trefflich beſtandener Gemeindewald auf ein Mal abgetrieben, das ſo gewonnene Capital theils unter die Buͤr⸗


