zu erbauende Futter in den Futterwirthſchaften auf Rog⸗ genwerth reduziren, ſo muͤſſen den Kornwirthſchaften doch mindeſtens die Kurzbunde, das Abharkſel und die Spreu dem Gewichte nach gleich Heu gerechnet werden. Nach meinen eigenen Verſuchen und nach den Angaben anderer kann man dieſe Abgaͤnge im Durchſchnitt, von den vier Haupt-Kornarten fuͤr jeden Winſpel zu 4 bis 6 Ctnr. annehmen, je nachdem das Getreide auf kraut⸗ wuchſigem oder auf reinem Boden gewachſen iſt.
Dies vorausgeſchickt, ſo mache ich ferner darauf aufmerkſam, daß das Heu als Maaßſtab des Futter⸗ werths ſehr unpaſſend gewaͤhlt worden iſt. Es giebt
Heu, von welchem drei Centner kaum ſo gut ſind als Ein Centner des kurzen kraͤuterreichen Bergheues, wie man es in Berggegenden antrifft. So lange wir alſo
einen ſo an ſich ungleichmaͤßigen und unſichern Maaß⸗ ſtab des Futterwerths haben, ſind Mißverſtaͤndniſſe un⸗ vermeidlich.
Ich verweiſe auf das Sumpf, und Luch⸗Heu, deſſen Beſtandtheile hauptſaͤchlich Seggen⸗Graͤſer(carices) ſind. Wie gern wuͤrden die Beſitzer ſolchen Heues eine gleiche Quantitaͤt geſunden Sommerungs; Strohes dafuͤr ein⸗ tauſchen?
Andere Praktiker ſind von der Verſchiedenheit des Heues eben ſo uͤberzeugt als ich. So nimmt z. B. Hr. Oberamtmann Reyne in ſeinem Taſchenbuch fuͤr Oeko— nomen ꝛc. den Werth des beſten Heues gleich 8, wenn er den des ſchlechteſten gleich 4 ſetzt. Derſelbe Schrift⸗ ſteller rechnet das Stroh im Durchſchnitt ſogar noch um ein Geringes hoͤher als das Heu ſchlechteſter Art. Nach ſeinen Annahmen haben Drei Centner des beſten, Vier Centner des mittlern und Sechs Centner des ſchlechteſten


