Teil eines Werkes 
2 (1813) Unterricht im Ackerbau und in der Viehzucht. 2
Entstehung
Einzelbild herunterladen

224

beſſern, mit demſelben aber auch die Getreidearten die darauf folgen.

Zuerſt wird Ein Morgen ganz ſchlechtes Sandland kaum fuͤr ein Schaaf Weide geben. Nach laͤngerer Ruhe, einiger Duͤngung, vielleicht auch durch Ueberfahren mit Mergel, und dadurch, daß man den Graswuchs vermehrt, indem man mit der letzten Getreideſaat weißen Klee aus⸗ ſtreuet, wird man die Weide ſo verbeſſern koͤnnen, daß eln Morgen fuͤr zwet, ja vielleicht fuͤr dret Schaafe Weide giebt. Dies wird ſich natuͤrlich auch danach richten, ob der Boden mehr Thon hat, oder faſt ganz reiner Sand iſt. Lehmtger Sandboden kann ſchon eine ſehr gute Schaaf⸗ welde geben, wenn er mit Mergel befahren iſt.

Des Beiſpiels halber wollen wir einmal auszumitteln ſuchen, wie viel Schaafe auf einem Bauergute von ſechs⸗ zig Morgen gehalten werden koͤnnen, welches zwei Drit⸗ theile, oder vterzig Morgen Sandland hat, welches keine Gerſte ohne eine Mergelung tragen koͤnnte. Ein Drit⸗ theil oder zwanzig Morgen werden nun huthfret. Es wird wechſelsweiſe zum Getreidebau und Futterbau fuͤr das Arbeitsvieh und die Haushaltskuͤhe genuͤtzt.

Die 40 Morgen wuͤrden in 6 Theile getheilt, von dem jeder 6 Morgen 120 Quadratruthen groß iſt.

Ein Theil wuͤrde nach meinem Vorſchlage mit Buch⸗ weitzen und Spoͤrgel beſaͤet; darauf und auf den zweiten Theil kaͤme Roggen, in welchen im Fruͤhjahre weißer Klee eingeſaͤet wuͤrde. Vier volle Theile, zuſammen 26 Morgen, 120 Quadratruthen laͤgen zur Weide.

So

õnu