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nes und blaͤtterreiches Heu zu] geben. Damit ſie dies aber auch alletn behalten, muß man die Alten eäglich auf eine Stunde von ihnen abſcheiden. Auch gut getrocknetes Laub von Ulmen oder Ruͤſtern, von Weiden, Eichen, Linden ꝛc. freſſen die jungen Läͤmmer ſehr gern, doch ler⸗ nen ſie auch bald Hafer freſſen, wenn man ihnen dieſen geben will.
Im Sommer raͤumt man den Schaafmuͤttern mit den jungen Laͤmmern immer die beſte und naͤchſte Weide ein, das Geltevieh muß dieſen immer auf der Weide fol⸗ gen, wenn nicht fuͤr die erſteren ganz beſondere Weide⸗ plaͤtze ſind.
Setzt man die Läͤmmer ab, ſo muß man ihnen eine nahe und geſchonte Weide eingeben. Gewoͤhnlich wartet man damit bis zur Stoppelweide. Kommen die Lämmer aber ſchon im Februar, ſo iſt es beſſer, ihnen vor der Ernte eine friſche Kleeweide einzuraͤumen.
Im Winter erhalten die Laͤmmer, nun ſchon Jaͤhr— linge genannt, das beſte Futter. Nach ihnen kommen die Mutterſchaafe und zuletzt die Hammel. 1
Alle Gewaͤchſe, die ich als Rindviehfutter angegeben habe, ſind auch gutes Schaaffutter. Die Schaafe ſind aber etwas eckler in der Auswahl des Futters, als das Rindvieh. Man muß ihnen alſo immer das feinſte und am beſten eingebrachte Heu geben. Mulſtriges Heu und Stroh und anderes, welches auf dem Felde ſchon halb verfault iſt, ſollte es nachher gleich trocken eingebracht ſeyn, ſchadet den Schaafen weit leichter, wie dem Rind⸗


