19 Futterernten halten, wenn man die Fruͤchte in der von der Natur vorgeſchriebenen Ordnung folgen laͤßt.
Auf thonigem Boden, der mit Einem Male eine ſehr ſtarke Duͤngung zu ſeiner Lockerung bedarf, aber dafuͤr auch den Miſt um ſo laͤnger an ſich haͤlt, kann man nach einer ſtarken Duͤngung zu Kartoffeln noch fol— gende Fruͤchte bauen: 1¹) Gerſte mit Klee, 2) Klee, 3) Weitzen, 4) Wicken oder Erbſen und 5) Roggen. Auf Boden, der mehr Sand hat, wie auf ſandigem Lehm— boden, der mit Modererde maͤßig vermengt iſt, kann man zwar nach einer ſchwaͤchern Duͤngung ſchon eine gute Kartoffelernte halten. Man darf aber auch nicht darauf rechnen, daß man ſo viele Fruͤchte wie auf dem vorigen Boden nach dieſer Duͤngung ziehen kann. Traͤgt der mehr lockere Boden zuerſt nach den Kartoffeln Som⸗ merweitzen, Hafer oder Gerſte mit Klee, zweitens Klee und drittens Roggen oder Weitzen, ſo wird man nun auch aufs Neue duͤngen muͤſſen.
Wer wegen geringer Miſtvorraͤthe zu ſeinen Kar⸗ toffeln nicht ſtark duͤngen kann, aber doch gern recht viele Kartoffeln ziehen will, der wird die Wirkſamkeit des Miſtes dadurch vermehren koͤnnen, daß er den Miſt unmittelbar auf die Pflanzkartoffeln legt, ehe er ſie mit Erde bedeckt. Dies macht man ſo: nachdem das Land zu Kartoffeln voͤllig bearbeitet iſt, faͤhrt man erſt den Miſt auf. Man breitet ihn aus, und ſchreitet nun zum Legen der Kartoffeln. Man giebt einem Jungen eine Harke und laͤßt nun damit den Miſt immer in diejenige


