Teil eines Werkes 
2 (1813) Unterricht im Ackerbau und in der Viehzucht. 2
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Vom Anbau der Futtergewaͤchſe.

Vierzehntes Kapitel.

E. giebt in unſern Gegenden ſehr wenige Laͤndereien, auf denen ohne menſchliche Kunſt und Arbeit eine hin laͤngliche Menge Viehfutter waͤchſt. Sie finden ſich nur in der Naͤhe von Stroͤmen, Fluͤſſen, Baͤchen und zuwei len in Niederungen zwiſchen hochliegenden Feldern, dieſe reichen und fruchtbaren Graslaͤndereien, die dann bald ausſchließlich zur Weide, bald theilweiſe zur Heugewin nung als Wieſen benutzt werden.

Die mehreſten uͤbrigen Wieſen und Weiden, welche nicht die genannte natuͤrliche Lage haben, pflegen ſo ſchlecht zu ſeyn, daß ſie nur ein kaͤrgliches Viehfutter tragen. Auf den Ackerlaͤndereien konnte nach der bishe⸗ rigen Weiſe, wo das beſſere Land nie einen vollen Som mer zur Weide liegen konnte, ebenfalls keine Graspflanze ordentlich auffkommen, und das Vieh mußte an den meh reſten Orten, ſowohl im Sommer wie im Winter, Hun ger leiden.

So lange das der Fall iſt, kann weder vieler, noch guter Miſt erzeugt werden. Das Stroh vom eigent⸗

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